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Das Ballett des HNK Ivan pl. Zajc in Rijeka bringt am Samstag, dem 7. November, um 19:30 Uhr „Last Shelter“ zur Premiere, ein Werk des Choreografen Serge Aimé Coulibaly. Die zweite Aufführung ist am 13. November, ebenfalls um 19:30 Uhr.
Coulibaly stammt aus Burkina Faso, arbeitet auch in Belgien und gründete 2002 die Kompanie Faso Danse Théâtre. Seine „Kalakuta Republik“ von 2017 für sieben Tänzer geht von Fela Kuti aus und fragt, wie politischer Aktivismus aussieht. In „Wakatt“, einem Titel, der in der Sprache Mooré „unsere Zeiten“ bedeutet, sucht er nach dem Ursprung der Angst vor dem Anderen. Er arbeitete mit Alain Platel und Sidi Larbi Cherkaoui. Tanz ist für ihn gesellschaftliches Engagement, keine Dekoration.
„Last Shelter“ entwirft einen abgeschiedenen Schutzraum, in dem sich eine Gruppe Menschen von einer zerfallenden Welt abschottet. Körper, Erinnerungen und Geständnisse treten durch Tanz, Stille und kollektive Rituale hervor, während die Nachrichten von draußen langsam hereinsickern. Die Grundlage ist das, was wir alle auf dem Handy sehen: die Pandemie, die Kriege in der Ukraine und in Gaza, der wachsende Autoritarismus, die Angst ums Klima. Coulibalys Frage lautet, ob Schutz nur eine Illusion ist. Der Balkan erinnert sich an seine eigenen Schutzräume. Kann eine Ballettbühne das besser sagen als die Nachrichten?
Die Musik stammt von Ivan Talbot, die Kostüme von Manuela Paladin Šabanović, das Licht von Dalibor Fugošić, auf der Bühne stehen vierzehn Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles. Die Inszenierung ist eine Koproduktion mit dem HNK Varaždin. Premierenkarten kosten 19 bis 34 Euro, etwa 1.170 bis 2.090 Denar, über mojekarte.hr.
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