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Tetovo in zwei Tagen: 14-Jähriger schwer verletzt auf dem Schulhof, 62-Jähriger von Minderjährigen überfallen, Junge flieht vor Motorrad

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Tetovo in zwei Tagen: 14-Jähriger schwer verletzt auf dem Schulhof, 62-Jähriger von Minderjährigen überfallen, Junge flieht vor Motorrad

Am 29. Oktober gegen 12:30 Uhr meldete das Notfallzentrum in Tetovo der Polizei, dass ein 14-jähriges Kind aus einem Dorf bei Tetovo mit schweren Körperverletzungen eingeliefert worden sei. Laut Anzeige griff es ein Gleichaltriger an, und zwar auf dem Schulgelände. Also dort, wo Eltern ihr Kind morgens absetzen, im Glauben, es sei sicher.

Ebenfalls gegen 12:30 Uhr griffen in der Nähe eines Einkaufszentrums in Tetovo zwei Minderjährige im Alter von 17 und 16 Jahren M.Sh. (62) aus dem Dorf Odri an und nahmen ihm Geld ab. Als es dem Mann gelang, den 17-Jährigen festzuhalten, verletzte dieser ihn mit einem scharfen Gegenstand. Eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife nahm den Angreifer fest, der 16-Jährige wurde am Nachmittag um 16:15 Uhr aufgefunden. Beide sitzen auf einer Polizeiwache, eine Anzeige wird erwartet.

Am nächsten Tag geht der Polizeibericht weiter. Um 15:15 Uhr zeigte ein Vater gemeinsam mit seinem 14-jährigen Sohn einen körperlichen Angriff durch einen Mitschüler einer Grundschule in Tetovo an. Ob das mit dem Fall vom Vortag zusammenhängt, sagt die Polizei nicht. Zwanzig Minuten später meldete ein anderer Vater, sein minderjähriger Sohn habe auf dem Heimweg vom Fußballtraining bemerkt, dass ihm zwei Personen auf einem Motorrad folgten, um ihn anzugreifen. Der Junge konnte entkommen.

Motive stehen in keinem dieser Berichte. Dort steht nur ein Satz, der sich wiederholt: Es werden Maßnahmen zur Aufklärung des Falls ergriffen. Unterdessen erzählen manche Einwohner von Tetovo, dass sie ihre Kinder überallhin mit dem Auto fahren, aus Angst, sie könnten angegriffen werden.

Jeder Fall für sich ist Sache der Polizei. Zusammen sind sie eine Frage an viel mehr Institutionen. Wer verantwortet ein schwer verletztes Kind auf einem Schulhof? Was hat die Schule getan, was das Bildungsministerium? Und noch wichtiger: Wie viele solcher Berichte müssen nebeneinanderliegen, bis jemand von den Zuständigen vortritt und sagt, was mit den Kindern in Tetovo wirklich geschieht?