Filipče ruft zu neuer Oppositions-"Front für Freiheit und Gerechtigkeit" auf: neuer Name für eine alte Opposition?
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12.04.2026
Wenn man die Worte „Fürst von Monaco" hört, springt der Verstand sofort an die Côte d'Azur, an die Casinos und die schmalen Paläste am Hang über dem Mittelmeer. Was weniger bekannt ist: der eigentliche Ursprung der Dynastie Grimaldi liegt nicht in Monaco, sondern in Italien. Ceva im Piemont und Millesimo in Ligurien sind die beiden italienischen Städtchen, die genetisch, historisch und politisch alle Glieder der Familie zusammenhalten, die heute eines der kleinsten europäischen Königreiche regiert.
Die Verbindung wurde 1503 offiziell, als Sestarine Grimaldi, Tochter Lamberto Grimaldis (Herr von Monaco), Charles Gareso, Marquis von Ceva, heiratete. Seitdem steht im Marenco-Theater in Ceva eine Tafel, die bestätigt, dass dieses kleine Städtchen offizieller Teil des historischen Geflechts des Hauses Grimaldi ist. Das Bündnis wurde zum Blutpakt im Jahr 1528, als sich die beiden Familien unter dem Namen Ceva-Grimaldi vereinten. Fürst Albert und seine Familie haben die beiden Städtchen mehrmals institutionell besucht - ein Signal, dass Monaco auch heute den Boden ehrt, in dem seine Wurzeln liegen.
Ceva liegt an einem strategischen Pass zwischen Piemont und Ligurien, dem Eingang ins Tanaro-Tal. Das ist der Grund, warum ein kleines Städtchen das ganze Mittelalter hindurch wichtig war. Es war ab etwa 1142 ein unabhängiges Markgrafentum, mit eigener Münze. Als es in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts dem Herzogtum Savoyen einverleibt wurde, sicherte das seinen Platz in der europäischen Politik. Der Fluss Tanaro und seine Zuflüsse machen die Region biologisch vielfältig - und von dort aus gastronomisch ganz oben.
Heute ist Ceva für zwei Dinge bekannt: den Käse, den der römische Historiker Plinius der Ältere bereits als „caseo cebanum" lobte, und die Trüffel. Der Trüffelmarkt in Ceva ist einer der wichtigsten Italiens, und seit 1960 trägt die Stadt den inoffiziellen Titel „Pilz-Hauptstadt". Wenn du etwas Konkretes sehen willst: das Forte di Ceva, das den napoleonischen Heeren widerstand, die Kirche Santa Maria Assunta aus dem frühen 17. Jahrhundert, die mittelalterlichen Portiken und die riesige gelbe Bank des Big Bench Community Project, von der aus du das ganze Städtchen im Panorama hast.
Millesimo ist eine eigene Geschichte - in der Liste der schönsten Dörfer Italiens. Es liegt am rechten Ufer der Bormida, eingebettet in dichten Wäldern, und das ist der Boden, auf den die Trüffeljäger jede Saison kommen. Ein Teil liegt im Naturpark Bric Tana. Gegründet 1206, als Heinrich II. Del Carretto das Dorf und den lokalen Palast mit einer Mauer umgab, die noch heute erinnert wird.
Der Palazzo Del Carretto ist heute Zentrum der Altstadt, mit Ausstellungen und klassischen Konzerten. Hier steht auch die mittelalterliche befestigte Brücke mit einem Wehrturm mit ghibellinischer Zinne - eines der meistfotografierten Motive Liguriens. Einen Schritt entfernt liegen das Napoleonische Museum in der Villa Scarzella sowie zwei mittelalterliche Kirchen - „Santa Maria Extra Muros" mit erhaltenen Fresken aus dem 12. Jahrhundert und die „Heimsuchung Mariens und Heiliger Antonius" von 1467. Für balkanische Leser, die in den italienischen Norden eintauchen wollen, ohne die Touristenmassen: das ist die Alternative zum Piemont. Dasselbe Essen, dieselbe Architektur, null Busse aus Deutschland.
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