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Der Leonor-Effekt: Die Stiefeletten von LMDI waren in wenigen Stunden ausverkauft, andere Marken, die die Prinzessin einkleideten, sprechen von Stolz, ohne Verkaufszahlen

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Der Leonor-Effekt: Die Stiefeletten von LMDI waren in wenigen Stunden ausverkauft, andere Marken, die die Prinzessin einkleideten, sprechen von Stolz, ohne Verkaufszahlen

Spanien misst seit Jahren den „Letizia-Effekt“: Die Königin trägt etwas, und das Modell verschwindet aus den Regalen. Jetzt stellt sich die Frage bei ihrer Tochter, Prinzessin Leonor, die am 31. Oktober 21 wurde, besonders nach den diesjährigen Prinzessin-von-Asturien-Preisen. Die Marken, die sie einkleideten, wurden direkt gefragt. Die Antworten sind voller Stolz und bescheiden bei den Zahlen.

Hannibal Laguna White entwarf das bordeauxrote Kleid, das Leonor bei der Zeremonie im Teatro Campoamor in Oviedo trug, dazu historische Ohrringe von Königin Sofía. Kreativdirektorin Sofía Villarroel sagt, die Firma habe von der Wahl während der Zeremonie erfahren. Sie spricht von großem Echo im In- und Ausland, von Interesse an der Marke und einem Wert jenseits des Kommerziellen. Verkaufszahlen gibt es nicht. Wenn eine Marke von einem Wert jenseits des Kommerziellen spricht, darf der Leser fragen, warum die Zahl in der Schublade bleibt.

Den klarsten Beweis liefert die galicische LMDI der Schwestern Mercedes und Carmen Saldívar. Am 24. Oktober wählte Leonor beim Besuch des als Vorbildliches Dorf ausgezeichneten Ortes im zweiten Jahr in Folge ihre Stiefeletten Amandi aus Velours in Camel. Das Modell war in den ersten Stunden ausverkauft, die Marke öffnete Vorbestellungen. Dazu kamen neue Instagram-Follower und Nachrichten von Verwandten, Lieferanten und Kunden. Mercedes sagt, für eine kleine Firma, die auf spanische Produktion setzt, sei das großer Stolz, und solche Gesten brächten Sichtbarkeit gegenüber den großen Marken.

Monpiel ist ein Familienunternehmen für Leder, vor mehr als dreißig Jahren gegründet, das seit 2019 in den Online-Direktverkauf investiert. 2025 trug Leonor beim Besuch des Vorbildlichen Dorfes ihre Veloursjacke und einige Wochen später schwarze Lackschuhe mit Riemchen, Modell Lolina, bei der Verleihung des Ordens vom Goldenen Vlies an Königin Sofía. Rosa Pino, zweite Generation in der Firma, nennt ebenfalls keine genauen Zahlen, sagt aber, es seien Anfragen zu Größen und Farben gekommen und die internationale Sichtbarkeit sei gewachsen.

Gibt es den Effekt also? Nach einem ausverkauften Modell und einer Reihe zurückhaltender Aussagen ja, messbar ist er aber nur bei einer kleinen Marke, wo jedes Paar Stiefel sofort spürbar ist. Wie oft trägt bei uns eine öffentliche Person gezielt heimische Produktion, und wie viele heimische Marken würden diese Aufmerksamkeit aushalten? Spanien macht aus seiner Prinzessin ein Schaufenster für seine Handwerker. Ob das Soft Power ist oder gutes Marketing, hängt davon ab, wen man fragt. Die Zahlen behalten die Marken vorerst für sich.