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Buñuelos de Viento, die hohlen Bällchen für Allerheiligen: 180 Gramm Mehl, vier Eier und eine halbe Stunde Ruhe für den Teig

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Buñuelos de Viento, die hohlen Bällchen für Allerheiligen: 180 Gramm Mehl, vier Eier und eine halbe Stunde Ruhe für den Teig

Der Legende nach stand um das Jahr 1090 das Städtchen Almogía bei Málaga unter Belagerung, der Hunger wurde drückend, und der Hofkoch ersann eine Waffe aus Teig: Bällchen, in Kesseln mit heißem Öl auf den Mauern gebacken, um sie auf den Feind zu werfen. Ob es so war, weiß niemand. Sicher ist: Was in der Legende Munition ist, wird heute an Allerheiligen auf dem Tablett angerichtet und mit Creme gefüllt.

Die Buñuelos de Viento haben auch eine ältere Geschichte als die Legende. Erste Erwähnungen stammen aus dem Rom des zweiten Jahrhunderts, in einem Rezept namens „Globen“ wegen ihres Aussehens. Das Rezept erbten die Sepharden und die Araber, die Araber brachten es auf die Iberische Halbinsel. Im Mittelalter stellten Nonnen sie her und verkauften sie zu Allerheiligen. Es heißt, sie stünden für Seelen, die aus dem Fegefeuer aufsteigen, und mit jedem gegessenen Bällchen werde eine Seele befreit. Wer auf dem Balkan an den Totengedenktagen Weizen auf den Friedhof getragen hat, wundert sich nicht, dass auch hier Essen und Verstorbene an einem Tisch sitzen.

„Viento“ heißt auf Spanisch Wind, und das ist das ganze Geheimnis: Der Teig bläht sich im Öl auf und bleibt hohl und leicht. Deshalb kann man sie leer essen oder mit Konditorcreme, Schlagsahne oder Schokolade füllen.

Zutaten: 180 Gramm Kuchenmehl, 4 Eier, 5 Gramm Backpulver, 250 Gramm Wasser oder Milch, 50 Gramm Butter, 4 Löffel Zucker (einer für den Teig, der Rest zum Bestreuen), etwas Salz und Öl zum Frittieren, mildes Oliven- oder Sonnenblumenöl.

Zubereitung: Wasser, Butter, einen Löffel Zucker und das Salz in einen Topf geben und aufkochen lassen. Das gesiebte Mehl mit dem Backpulver dazugeben und mit einem Holzlöffel rühren, bis sich der Teig von den Wänden zu lösen beginnt. Vom Herd nehmen und einige Minuten abkühlen lassen. Die Eier einzeln zugeben und nach jedem rühren, bis eine schaumige Creme entsteht. Den Teig etwa 30 Minuten ruhen lassen.

In einer großen, tiefen Pfanne viel Öl erhitzen. Teiglöffel ins gut erhitzte Öl geben und frittieren, bis sie sich aufblähen und goldbraun werden. Auf Küchenpapier heben, etwas abkühlen lassen, dann füllen oder mit dem restlichen Zucker bestreuen. Das Abkühlen vor den Eiern und die Ruhezeit vor dem Frittieren nicht auslassen.