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Russen, geht nach Hause - Budapest feiert, Magyar kündigt Rückkehr zu EU und NATO an

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Ruszki haza - Russen, geht nach Hause! - das wurde nicht in Kiew skandiert, sondern auf der Siegeskundgebung in Budapest. Nach 16 Jahren Orbans Herrschaft macht Ungarn eine 180-Grad-Wende, und die Botschaft ist kristallklar: Moskau ist nicht mehr willkommen.

Peter Magyar, der TISZA-Führer, verkündete das Ende einer Ära mit Kundgebungen, die wie ein Manifest klingen: Wir bringen Orbans Regime zu Fall, ich befreie Ungarn, und ich bringe unsere Heimat zurück. Er behauptet, die Regierung habe den gesamten Staatsapparat und Hunderte Milliarden für eine Kampagne aus Lügen und Einschüchterung eingesetzt.

Erst Warschau, dann Brüssel

Magyar kündigte an, seine erste Reise als Premierminister nach Warschau zu führen - zur Stärkung der Beziehungen mit Polen, einem Land, das selbst eine Phase der Spannungen mit Brüssel durchlaufen hat. Dann folgt Brüssel, wo das Ziel die Freigabe von 17 Milliarden Euro blockierter Gelder wegen Problemen mit der Justizunabhängigkeit und Korruption ist.

Der polnische Premierminister Donald Tusk gratulierte auf Ungarisch: Ruszki haza - Russen, geht nach Hause. Wenn ein polnischer Premier Ungarisch spricht, um eine Botschaft nach Moskau zu senden, ist das kein Protokoll - das ist ein geopolitisches Signal.

Mit 138 von 199 Sitzen hat TISZA eine Verfassungsmehrheit. Genug, um Ungarn zurück ins Zentrum von EU und NATO zu bringen. Die Frage ist, wie schnell - und zu welchem Preis. Diese 17 Milliarden Euro werden sich nicht von selbst entfrieren.