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Magyar im Detail: Russisches Gas bleibt, Ukraine tritt nicht der EU bei, Paks II könnte scheitern

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Peter Magyar drängt weiterhin auf eine Rückkehr zu EU und NATO. Doch wenn man ins Detail geht, wird das Bild erheblich komplizierter. Russisches Gas bleibt, die Ukraine tritt nicht der EU bei, und das Kernkraftwerk Paks II könnte scheitern.

Wir können die Geographie nicht ändern - Russland wird ein Nachbarland bleiben, erklärte Magyar und bestätigte, dass russische Energiebeschaffung trotz der Unterbrechung der Druzhba-Pipeline fortgesetzt wird. Die neue Regierung wird versuchen, die Quellen zu diversifizieren, aber ohne auf russische Lieferungen zu verzichten - Realpolitik in reinster Form.

Paks II unter der Lupe

Magyar kündigte eine Überprüfung aller Vereinbarungen mit Russland an, einschließlich des Projekts für das Kernkraftwerk Paks II, das er als überteuert bewertet bezeichnet. Er beabsichtigt, Vereinbarungen bei Bedarf zu kündigen. Ein Milliardenprojekt, finanziert durch ein russisches Darlehen - seine Kündigung wäre seismisch.

Ukraine: weder Mitgliedschaft noch Blockade

Zur Ukraine hatte Magyar eine klare Botschaft: Ein Land im Krieg kann nicht der EU beitreten. Er kündigte ein Referendum zu dieser Frage an, sagt aber, eine Mitgliedschaft sei in den nächsten zehn Jahren unwahrscheinlich. Die 90-Milliarden-Euro-Kreditlinie für Kiew wird nicht blockiert, aber Budapest hat dafür keine Stimmen, heißt es.

Die neue Regierung wird sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen und erwartet dasselbe. Ist dies ein neuer Anfang oder nur eine neue Verpackung derselben Realpolitik? Europa wird entscheiden - in vier Monaten, wie Moskau vorschlägt.