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Das Wohnzimmer kehrt in die Siebziger zurück: dunkles Holz, runde Sofas, Senf und Bordeaux - und zehn Regeln, damit es nicht wie ein Museum aussieht

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Das Wohnzimmer kehrt in die Siebziger zurück: dunkles Holz, runde Sofas, Senf und Bordeaux - und zehn Regeln, damit es nicht wie ein Museum aussieht

Stand auch bei Ihren Eltern oder Großeltern eine Schrankwand aus dunklem Holz, ein Samtsessel und etwas Oranges im Wohnzimmer? Designer sagen, dass Wohnzimmer 2026 genau dorthin zurückkehren - in die Siebziger. Aber nicht als Museum. Ziel ist nicht, ein Jahrzehnt zu rekonstruieren, sondern seine Wärme zu leihen und mit dem Heute zu verbinden.

Dunkles Holz ohne Angst. Nach Jahren in Weiß, Grau und heller Eiche wird Holz wieder dunkler. Dunkle Holzflächen und warme Brauntöne umhüllen Wände, Regale und Möbel. Es muss nicht ein ganzer Raum mit Holzpaneelen sein - eine Wand oder ein großes Regal genügt, damit der Raum die gedämpfte Wärme alter Wohnungen bekommt.

Das Sofa verliert die Ecken. Der einfachste Weg, den Geist der Siebziger hereinzuholen, ist mindestens ein Sitzmöbel mit runden Linien. Runde Sofas und Sessel machen den Raum weicher und gesprächsfreundlicher. Es muss kein teures Designermodell sein - wichtig ist die Form, nicht das Etikett.

Wohnzimmer mit zwei grünen runden Sofas und einem orangefarbenen Couchtisch

Orange, Senf, Oliv und Braun. Die Palette des Jahrzehnts ist erdig und warm. Man braucht nicht alles auf einmal: ein senffarbenes Sofa, olivgrüne Kissen oder ein Teppich in Brauntönen reichen. Das Geheimnis ist das Maß - ein oder zwei dominierende Farben, der Rest ruhig und neutral.

Cord und Samt, aber raffinierter. Stoffe mit Struktur kehren zurück. Cord auf dem Sofa, Samt auf dem Sessel - und das ist keine Wiederholung der alten Polstergarnitur, sondern Materialien, die den Raum angenehm zum Anfassen machen. Hier liegt der Unterschied zwischen Retro-Stil und alten Möbeln, die nur die Adresse gewechselt haben.

Cordsofa mit bordeauxfarbenem Couchtisch und Kissen in warmen Farben

Geometrie in kleinen Dosen. Kreise, Wellenlinien und grafische Muster gehören zum Jahrzehnt, werden heute aber sparsam eingesetzt - auf einem Teppich, einem Kissen oder einem Bild, nicht überall. Ein ganzer Raum voller Muster wird schnell anstrengend fürs Auge.

Chrom glänzt wieder. Stuhlbeine, Tischgestelle, Lampen - Chrom und Metalldetails kehren zurück, aber als Akzent, nicht als Hauptthema. In Kombination mit dunklem Holz entsteht ein Kontrast, der den Raum auffrischt.

Ein Designstück kann die ganze Geschichte erzählen. Statt einer kompletten Verwandlung reicht ein Sessel, eine Lampe oder ein Couchtisch mit einer erkennbaren Form aus dieser Zeit. Er wird zum Mittelpunkt des Raumes, alles um ihn herum kann zeitgenössisch bleiben.

Lack, Glanz und Bordeaux. Für den Glamour der Siebziger: lackierte Flächen, glänzende Oberflächen und Töne wie Bordeaux und Granat. Ein lackiertes Regal oder ein weinroter Couchtisch verleiht dem Raum einen abendlichen, leicht theatralischen Ton.

Das Wohnzimmer ist wieder für Gespräche da. Die vielleicht wichtigste Lektion der Siebziger ist keine ästhetische. Der Salon wird wieder als Ort für Gespräche gedacht, mit Sitzplätzen, die einander zugewandt sind. Eine Anordnung, die Menschen um den Couchtisch versammelt statt um den Fernseher, ist der Trend, der am wenigsten kostet - und am meisten wert ist.

Epochen mischen, kein Jahrzehnt rekonstruieren. Der Schlüssel ist die Mischung: ein Stück aus den Siebzigern neben modernen Möbeln und etwas aus Familienbesitz. Wenn irgendwo im Keller oder auf dem Dachboden der alte Sessel Ihrer Großmutter steht, ist es vielleicht Zeit, ihn hervorzuholen - neu bezogen und mit etwas Mut.