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Visagist Álvaro Sánchez: Nach 45 ist der häufigste Fehler ein dicker schwarzer Strich ums Auge - und was man stattdessen nimmt

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Visagist Álvaro Sánchez: Nach 45 ist der häufigste Fehler ein dicker schwarzer Strich ums Auge - und was man stattdessen nimmt

Make-up hat kein Alter, die Haut schon. Das ist die Kernbotschaft von Visagist Álvaro Sánchez: Nach 45 sollte man nicht auf Make-up verzichten, sondern die Technik ändern. Und den häufigsten Fehler sieht er immer wieder - „einen viel zu dicken schwarzen Strich“ ums Auge, besonders am unteren Lid.

Sánchez rät auch, schwere, voll deckende Foundation und zu viel Puder wegzulassen. Für die Augen ist sein Rezept einfach: unter dem Auge wenig Produkt und Licht nur an strategischen Stellen; Lidschatten leicht zum äußeren Augenwinkel hin angehoben; Wimpern gebogen, Mascara vor allem oben; Brauen in ihrer natürlichen Form, mit sanftem Lifting-Effekt.

Das Team von KIKO Milano geht einen Schritt weiter. Statt matter, stark deckender Formeln und schweren Puders: transparente Texturen, Seren, cremige und flüssige Produkte. Weiche Kanten, keine harten schwarzen Linien. Lidschatten, Rouge und Kontur etwas höher als früher, im Winkel von etwa 45 Grad zum Brauenknochen verblendet. Eine „schwebende“ Lidfalte 1-2 Millimeter über der natürlichen, für einen offeneren Blick. Und vor allem: gut durchfeuchtete Haut mit etwas Glanz auf den Wangenknochen.

Die Liste der Fehler endet nicht mit dem Strich ums Auge. Sánchez warnt auch vor zu hellem Concealer, überzeichneten Lippen und falsch platziertem Rouge. KIKO ergänzt zwei weitere: die Hautvorbereitung auszulassen und dunkle, volle Brauen, die hart wirken.

Lange galt die Regel, ab einem gewissen Alter müsse man alles „abdecken“. Die Experten sagen jetzt das Gegenteil: weniger Produkt, weichere Kanten, mehr Haut. Ist das endlich Befreiung - oder nur eine neue Liste von Regeln für die nächste Saison?