E-Studienbücher der UGD wurden fünf Jahre lang gegen Geld „korrigiert“: Untersuchungshaft für zwei Mitarbeiter
05.11.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Am 30. September wurde nach einem Streit im Elternhaus des 21-jährigen V.G. in Bogdanci die 17-Jährige, mit der er zusammen war, körperlich angegriffen. Laut Polizeibericht drohte er, sie umzubringen, falls sie das Haus verlässt, und beschädigte ihr Handy, damit sie die Polizei nicht rufen konnte. Sie kletterte durch ein Fenster hinaus. Passanten riefen die Polizei, sie wurde ins Krankenhaus nach Gevgelija gebracht.
Am 3. November, etwas mehr als einen Monat später, wurde an der Stelle „Ičeva Česma“ bei Bogdanci ein ausgebranntes Auto gefunden. Daneben lag die Leiche des 21-Jährigen. Nach dem Löschen des Feuers fand man im Fahrzeug eine zweite verbrannte Leiche, vermutlich die des Mädchens. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, erste Hinweise deuteten auf Mord und Suizid, der Fall müsse aber erst vollständig untersucht werden.
Was die Behörden wussten
Das ist keine Geschichte über Gewalt, die niemand gesehen hat. Der Mann wurde am 1. Oktober festgenommen. Am 14. Oktober wurde gegen ihn Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet. Am 16. Oktober ging bei der Staatsanwaltschaft eine weitere Anzeige ein, diesmal wegen Gefährdung der Sicherheit der Minderjährigen. Nach eigenen Angaben wurde sofort gehandelt. Parallel wurden in einem Zivilverfahren Schutzmaßnahmen gegen häusliche Gewalt gegen ihn verhängt.
Ein körperlicher Angriff, Morddrohungen, der Versuch, ihr den Hilferuf unmöglich zu machen, zwei Anzeigen und verhängte Schutzmaßnahmen. Alles steht auf Papier. Und trotzdem sind beide etwas mehr als einen Monat nach dem ersten angezeigten Angriff tot.
„Es wurde sofort gehandelt“ ist der Satz, mit dem die Staatsanwaltschaft antwortet. Er beantwortet aber nicht die Fragen, die wirklich zählen: Welches Risiko wurde nach den Anzeigen eingeschätzt? Wer hat überwacht, ob die Schutzmaßnahmen eingehalten werden? Gab es neue Drohungen, nachdem das Mädchen ins System gekommen war? Bisher gibt es keine öffentliche vollständige Chronologie, aus der hervorgeht, wo die Kette gerissen ist.
Das Nationale Netzwerk gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt forderte eine dringende und unabhängige Untersuchung des Vorgehens der Behörden. Für beide Leichen wurde eine Obduktion angeordnet, Videoaufnahmen aus der Überwachung wurden gesichert.
Eine Anzeige ist kein Schutz
Jedem Opfer sagt man dasselbe: Zeig es an, hol dir Hilfe, schweig nicht. In Bogdanci wurde die Gewalt angezeigt, der Angezeigte festgenommen, die Maßnahmen verhängt. Was sind Schutzmaßnahmen wert, wenn niemand prüft, ob sie eingehalten werden? Und wer trägt die Verantwortung für die Lücke zwischen der Anzeige und echtem Schutz?
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