Skip to content

Lufttrocknen lässt das Haar schneller fetten: Trichologin Abbey Yung empfiehlt den Föhn für die Ansätze, und der Haarausfall im Herbst vergeht in sechs bis acht Wochen

1 Min. Lesezeit
Teilen
Lufttrocknen lässt das Haar schneller fetten: Trichologin Abbey Yung empfiehlt den Föhn für die Ansätze, und der Haarausfall im Herbst vergeht in sechs bis acht Wochen

Der Herbst ist die Saison des Haarausfalls, und das ist kein Mythos. Die Dermatologin Cristina de Hoyos erklärt, dass sich saisonaler Haarausfall meist von selbst in sechs bis acht Wochen legt, ohne größeren Dichteverlust. Solange er aber anhält, bemerken viele etwas anderes: Das Haar fettet schneller als sonst.

Die Erklärung ist einfacher, als Shampoo-Werbung suggeriert. Wirkt das Haar dünner, fassen wir es ständig an, kämmen und richten es. Die Friseurin Nuria Aluart, Gründerin des Salons Mumona, sagt, genau das verteile den Talg von der Kopfhaut in die Längen. Je mehr wir es „retten“ wollen, desto schneller sieht es fettig aus.

Die Trichologin Abbey Yung schlägt vier Änderungen vor. Erstens: öfter waschen, denn angesammeltes Fett lässt sich später schwerer entfernen. Zweitens: ein Tiefenreinigungsshampoo verwenden, wenn nötig täglich. Drittens: die Kopfhaut mit Salicyl- oder Mandelsäure peelen, um abgestorbene Zellen zu entfernen und überschüssigen Talg zu kontrollieren.

Die vierte Änderung wird alle überraschen, die Lufttrocknen für die schonendste Methode halten: die Ansätze föhnen, nicht an der Luft trocknen lassen. Haar, das von selbst trocknet, sieht schneller fettig aus, der Föhn dagegen hebt die Ansätze an und gibt Volumen. Der Friseur David Lesur ergänzt eine weitere Gewohnheit - beim Haarewaschen die Kopfhaut mit den Fingerspitzen massieren, für eine bessere Durchblutung.

Nichts davon braucht eine teure Salonbehandlung. Es braucht nur, dass man aufhört, alle fünf Minuten ins Haar zu fassen - und das ist, zugegeben, der schwerste Teil.