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Acht Stunden unter der Klimaanlage tun der Haut das an, wozu die Sonne nicht kam: der Rat stimmt, aber die Rechnung liegt bei 189 Euro

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Acht Stunden unter der Klimaanlage tun der Haut das an, wozu die Sonne nicht kam: der Rat stimmt, aber die Rechnung liegt bei 189 Euro

Den ganzen Sommer geben wir Geld aus für Sonnencreme, Hüte und Schatten, und dann betreten wir ein Büro mit einundzwanzig Grad Klimaanlage, und dort, in diesen acht Stunden, verliert die Haut die Schlacht. Dermokosmetische Fachleute sagen, der Schaden durch Klimaanlagen sei nicht geringer als der durch die Sonne - er ist nur leiser, deshalb beachtet ihn niemand.

Der Mechanismus ist einfach. Die Klimaanlage entzieht dem Raum die Luftfeuchtigkeit. Die Haut gibt ihr eigenes Wasser an diese trockene Luft ab und versucht auszugleichen. Das Ergebnis: dehydrierte Haut, verlorener Glanz, höhere Empfindlichkeit und eine geschädigte Barriere. Raquel Gonzalez, Kosmetologin von Beruf und Gründerin der Marke „Byoode”, zählt die Faktoren auf: verringerte Raumfeuchte, Temperaturkontraste zur Außenluft und weniger Sauerstoffanreicherung der Luft in geschlossenen Räumen.

Der Ventilator ist keine Lösung, sondern dieselbe Falle unter anderem Namen. Die Apothekerin Carla Pires sagt es direkt: Ventilatoren, fest installiert oder tragbar, fördern das Verdunsten von Wasser an der Hautoberfläche. Was im Moment Erleichterung bringt, verlängert also denselben Verlust.

Was praktisch empfohlen wird, ist weder teuer noch kompliziert. Erstens - die Klimaanlage darf nicht direkt ins Gesicht blasen, besonders nicht Richtung Lippen und Augen. Zweitens - Formeln mit Hyaluronsäure, Glycerin, Panthenol oder Aloe, die Wasser binden. Mireia Fernandez von „Perricone MD” erklärt, Hyaluronsäure unterschiedlichen Molekulargewichts wirke wie ein Schwamm, der Wasser anzieht.

Drittens - die Textur sollte sommerlich sein. Estefania Nieto von „Medik8” empfiehlt Gel-Cremes mit Squalan oder niedrigem Sheabutteranteil. Eine schwere Wintercreme im August ist keine Pflege, sondern Unbehagen. Und viertens, für alle, die weiter gehen wollen: Niacinamid, Vitamin C und Retinoide bieten zusätzlichen Schutz vor thermischem Stress, so Gonzalez.

Nun der Teil, den die Branche am lautesten sagt. Marta Agusti, Ernährungsdirektorin beim „Advanced Nutrition Programme”, empfiehlt dermokosmetische Nahrungsergänzung mit Hyaluronsäure, Ceramiden und Omega 3 - Hydratation von innen. Das ist kein Unsinn, aber achten Sie darauf, wohin jeder Rat führt. Die Creme von „Medik8” aus dem Text kostet 189 Euro. „Perricone MD” - 78 Euro. „Byoode” - 69.

Mit anderen Worten: Der Rat stimmt, und die Rechnung ist hoch. Die Basis - die Klimaanlage nicht ins Gesicht blasen lassen, Wasser trinken, etwas Feuchtigkeitsbindendes auftragen - kostet fast nichts. Alles darüber ist eine Wahl, keine Bedingung. Braucht man eine Creme für 189 Euro für Haut, die im Büro sitzt, oder braucht man, dass die Klimaanlage acht Stunden lang nicht auf einen gerichtet ist?