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Wasser- und Müllrechnungen gehen elektronisch: 80 Geschulte aus den Gemeinden - und der Nutzer?

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Wasser- und Müllrechnungen gehen elektronisch: 80 Geschulte aus den Gemeinden - und der Nutzer?

Die Behörde für öffentliche Einnahmen und ZELS hielten eine Schulung für achtzig Vertreter von Gemeinden und kommunalen Betrieben ab, als Vorbereitung auf die Einführung des Systems e-Rechnung. Rechnungen für Wasser, Müll und andere kommunale Leistungen sollen künftig elektronisch ausgestellt werden.

Vorgestellt wurden die Funktionen des Systems und dessen Nutzung, einschließlich einer kostenlosen Web-Anwendung für den Zugang. Die Teilnehmer stellten auch praktische Fragen - wie kommunale Betriebe Rechnungen an Bürger versenden, wie sich die bestehenden IT-Systeme der Gemeinden mit e-Rechnung verbinden lassen und wie bereits ausgestellte qualifizierte elektronische Zertifikate genutzt werden.

In der Pilotphase läuft das Testen über eine Direktverbindung oder über die Web-Anwendung und umfasst Erstellung, Empfang, Validierung, Download, Annahme, Ablehnung und Stornierung einer e-Rechnung. Die Behörde kündigt eine Ausweitung der Tests auf die vollständigen Prozesse an.

Warum ausgerechnet die kommunalen Betriebe

Die Behörde verwies darauf, dass öffentliche Betriebe zu den größten Rechnungsstellern im Land gehören und ihre frühzeitige Einbindung entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung ist. Das stimmt, und die Zahl ist größer, als man sich vorstellt: Jeder Haushalt bekommt monatlich mehrere kommunale Rechnungen, multipliziert mit Hunderttausenden Haushalten.

Die Vorteile, die die Verwaltung aufzählt, sind absehbar - weniger Papier, schnellere Bearbeitung, einfachere Aufbewahrung und Einsicht der Rechnungen, mehr Transparenz der Abläufe. Nichts davon ist strittig.

Nicht gesagt wird, wie das für den Nutzer aussieht, der keine E-Mail-Adresse hat, kein Zertifikat und nie eine Web-Anwendung geöffnet hat. In einem Land mit einem großen Anteil älterer Menschen, die ihre Rechnungen am Schalter zahlen und die Quittungen in der Schublade aufbewahren, ist Digitalisierung nicht nur eine technische Frage - sie ist die Frage, ob die Papierrechnung eine Option bleibt oder still verschwindet.

Achtzig geschulte Vertreter aus den Gemeinden sind ein guter Anfang. Fehlen wird die Schulung für den Nutzer, und die plant üblicherweise niemand, bis die Beschwerden beginnen.