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Ajvar-Paprika stieg an einem Tag von 25 auf 40 Denar - nachdem Traktoren Strumica blockierten

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Ajvar-Paprika stieg an einem Tag von 25 auf 40 Denar - nachdem Traktoren Strumica blockierten

Fünfundzwanzig Denar für ein Kilo Ajvar-Paprika. Mit diesem Preis blockierten Landwirte aus Strumica mit Traktoren und schwerem Gerät die Straßen und das Regionalbüro des Landwirtschaftsministeriums. Ihre Kinder kamen mit, mit Transparenten.

„Gebt einen Preis für die Paprika, damit ich auf dem Hof meines Großvaters alt werden kann” - so lautete eine ihrer Botschaften. Ein anderes Kind trug ein Plakat mit dem Text, dass seine Kinder bei 25 Denar in der Schweiz und in der EU geboren würden. Das ist keine für Kameras erfundene Rhetorik. Das ist eine Rechnung, die jeder dieser Eltern laut am eigenen Tisch aufmacht.

Von 25 auf 40 Denar an einem Tag

Einen Tag nach dem Protest teilte der Minister für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wasserwirtschaft Borce Serafimovski mit, es sei eine Einigung erzielt worden. Ab dem folgenden Tag wird die Ajvar-Paprika zu höheren Preisen aufgekauft: erste Klasse zu 40 Denar, erste/zweite Klasse und Industrieware zu 30 Denar, Ausschuss als eigene Klasse zu 15 Denar.

Bleiben wir einen Moment dabei. Der Preis für die erste Klasse sprang von 25 auf 40 Denar - um 60 Prozent - in etwas mehr als vierundzwanzig Stunden, nachdem die Traktoren auf die Straße gefahren waren. War dieser Preis am Montag möglich, war er auch in der Woche davor möglich. Die einzige Variable, die dazwischen auftauchte, waren die blockierten Straßen.

Die Landwirte fordern mehr: pünktliche Auszahlung der Subventionen pro Kilogramm und pro Fläche, Verkürzung der Zahlungsfrist der Fabriken auf drei Monate und regelmäßige monatliche Treffen mit dem Ministerium, den Fabriken und den Aufkäufern vor jeder Pflanz- und Erntesaison. Die Organisatoren, ein Verband junger Landwirte, erklärten, sie seien mit Preisen, die sie lediglich am Leben halten, nicht zufrieden und die Blockaden gingen bis zu einer offiziellen Vereinbarung weiter.

Der Satz, den man sich merken sollte

Der Minister sagte, die Marktbedingungen bestimmten den Preis, der Aufkauf müsse aber gesetzeskonform, transparent und vorhersehbar sein. Dann fügte er etwas Wichtigeres hinzu - dass sich solche Zustände nicht jedes Jahr wiederholen sollten, sondern durch systemische Lösungen überwunden gehörten.

Er hat recht. Und genau deshalb ist der Satz unbequem: Wenn der zuständige Minister weiß, dass sich das Problem jedes Jahr wiederholt, dann lautet die Frage nicht, ob er es weiß, sondern warum die systemische Lösung erneut erst kommt, nachdem die Traktoren ausgerückt sind.

Dieses Jahr bekam die Paprika einen Preis. Nächstes Jahr wird es eine andere Kultur und ein anderes Aufkaufzentrum sein, und wieder wird verhandelt, nachdem eine Straße blockiert wurde. Das ist kein Markt - das ist ein unter Druck ausgehandelter Preis, was heißt: ohne Druck gibt es auch keine Einigung.