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Vierzehn Jahre Garderobe, Transformation genannt: was sich bei Cara Delevingne tatsächlich änderte

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Vierzehn Jahre Garderobe, Transformation genannt: was sich bei Cara Delevingne tatsächlich änderte

Cara Delevingne wird heute vierunddreißig, und die Modebranche macht zu diesem Anlass, was sie am besten kann: Sie reiht vierzehn Jahre Fotografien zu einer schönen Linie und nennt sie „Transformation”. Vom rebellischen Punk zur einfühlsamsten Version. Klingt nach Wachstum. Ist tatsächlich etwas anderes.

Sehen Sie sich die Chronologie an. 2012 erhält sie bei den British Fashion Awards die Auszeichnung als Model des Jahres und trägt enge Minikleider. Im selben Jahr debütiert sie auf dem Laufsteg von Victoria's Secret, erkennbar an den Augenbrauen und an einer Haltung, die sich nicht zu sehr bemüht. Im Mai 2013 steht sie bei der Met Gala, dem Punk gewidmet, in einem schwarzen Nietenkleid. 2014 wird der Smoking zu ihrer Signatur - oft mit Turnschuhen und ohne alles unter dem Sakko.

Dann kommt der Schnitt. Das lange Haar fällt für eine Filmrolle, es erscheint eine platinblonde Kurzhaarfrisur und mit ihr eine Phase, in der Schwarz, Leder und Metall dominieren. 2016, um die Premiere von „Suicide Squad”, ist das ihre rebellischste Phase - Spitze, Tüll, Lederjacken, Stiefel.

Jeder dieser Auftritte hatte einen Grund, der nichts mit Mode zu tun hat. Cara lief für Burberry, Fendi, Stella McCartney und Chanel, wo sie zu einer der liebsten Musen Karl Lagerfelds wurde. Dann ging sie zum Film. Dann zur Musik - „I Feel Everything” erschien 2017. Die Garderobe änderte sich nicht, weil der Geschmack reifte, sondern weil jede neue Branche eine neue Verpackung verlangt.

Es gibt einen Moment in dieser Reihe, der keine Verpackung ist. Im September 2021 trägt sie bei der Met Gala einen weißen Dior-Hosenanzug mit einer deutlichen Botschaft gegen das Patriarchat. Im Oktober 2018, bei der Hochzeit von Prinzessin Eugenie von York, erscheint sie im komplett schwarzen Smoking mit Zylinder - Kleidung, die das Protokoll einer königlichen Hochzeit direkt herausfordert. Das sind keine Trends. Das sind Entscheidungen mit Adresse.

Daher kommt auch das, was der Leser auf dem Balkan sofort erkennt: Alle lehren uns, Stil sei Ausdruck der Persönlichkeit, und verkaufen uns zugleich, die Persönlichkeit ändere sich alle zwei Jahre. Beides kann nicht stimmen. Was bei Delevingne tatsächlich geschah: Vierzehn Jahre lang wusste sie, wann sie als jemand auftreten muss, der nichts zu verlieren hat.

Die heutige Phase - weite Hosen, romantische Blusen, zerzaustes Haar - beschreiben Modetexte als zarter und reifer. Vielleicht. Oder es ist das, wonach es aussieht, wenn jemand endlich genug Kredit in der Branche hat, um sich nicht auf jedem roten Teppich beweisen zu müssen.