РЕВИЗИИ 2025–2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Der Mann, der die Sträuße für die Hochzeiten von Kate Middleton und Camilla Parker Bowles gebunden hat, vertritt eine Ansicht, die allem widerspricht, was Ihnen jede Hochzeitsmesse zeigen wird. Shane Connolly, der irische Florist, sagt, große Brautsträuße seien für die meisten Frauen viel zu schwer zu tragen. Er bevorzugt einfachere und kleinere Ausführungen.
Es ist nicht nur eine Frage des Gewichts. Ein Strauß ist kein Schmuck, der beiseite steht - er wird drei, vier Stunden lang in den Händen vor dem Körper gehalten, auf Fotos, die bleiben. Was das Bild am stärksten verändert, ist nicht die Zahl der Blüten, sondern die Länge der Stiele.
Lange Stiele, vertikale Linie
Gestecke mit langen Stielen fügen der gesamten Erscheinung Vertikalität hinzu und strecken schlicht die Silhouette. Das ist kein Mode-Statement, sondern Geometrie: eine runde Blütenkugel erzeugt eine waagerechte Linie an der Taille und teilt den Körper in zwei Hälften. Ein langer, nach unten fallender Stiel verlängert die Linie.
Die Wahl hängt also nicht nur vom Kleid und vom Geschmack ab, sondern auch von Größe, Statur und Gesichtszügen. Nicht jeder Strauß wirkt bei jeder Braut gleich - ein Satz, den man in einem Blumenladen, der pro Stiel verkauft, selten hört.
Eine Blume, volle Wirkung
Gestecke aus einer einzigen Blumenart, meist mit langen Stielen, können das Gesamtbild abrunden, ohne der Braut die Aufmerksamkeit zu nehmen. Die gelbe Craspedia ist eine solche Wahl - schlicht, fast grafisch, und völlig anders als das Weiß, das alle erwarten.
Wenn die Wahl am Vortag fällt
Die beste Geschichte der ganzen Liste ist die von Carla, einer Braut, deren Strauß im letzten Moment entstand. Am Tag vor der Hochzeit ging sie zu den Floristinnen und stellte fest, dass die Rosen viel blasser waren als erwartet. Statt sie so zu nehmen, wie sie waren, schlug ihr die Floristin vor, an Ort und Stelle etwas anderes zu wählen.
„Ich sah spektakuläre orangefarbene Chrysanthemen, also machten wir Hand in Hand den Strauß in wenigen Minuten, und ich nahm ihn sehr glücklich mit nach Hause”, erzählt sie. Chrysanthemen - eine Blume, die hierzulande traditionell an einem ganz anderen Ort landet - als Brautstrauß. Eine Entscheidung, die verlangt, die Meinung anderer weniger zu fürchten als das eigene Auge.
Nelke, Calla und Rose - drei Entscheidungen mit Geschichte
Nelken wurden im antiken Griechenland und Rom in Ritualen und Festen rund um die Liebe verwendet, was ihre Wahl heute leicht magisch wirken lässt. Am bekanntesten sind die roten und weißen, doch es gibt viele weitere - etwa den Pfirsichton, der für Lucias Strauß gewählt wurde.
Callas stammen aus Südafrika und erreichten Europa gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Interessant ist, dass die Blüte selbst gar keine Blüte ist, sondern ein großes Blatt, das einen Kolben mit zahlreichen winzigen Blüten umschließt. Ihre Haltbarkeit machte sie bei Floristen beliebt.
Bei Rosen sind die Zahlen schwindelerregend: Es gibt weltweit über dreißigtausend Sorten, davon rund dreieinhalbtausend Wildarten, kommerziell verfügbar sind zwischen zwei- und dreitausend Sorten. Am häufigsten in Brautsträußen sind Edelrosen, Gartenrosen, englische Rosen und kleinblütige Sorten. Lange Stiele ermöglichen eine sehr vertikale Komposition.
Was entscheidet, ist nicht die Liste
Zwei weitere Optionen sind erwähnenswert. Die Tuberose - eine Blume, deren süßer, betörender Duft sie in der Parfümerie begehrt machte, mit langen, elastischen Stielen, ideal für gestreckte Gestecke. Und skulpturale Sträuße wie der von Monica: grüner Amarant, der im Fallen Bewegung gibt, weiße Anthurien, die Struktur bringen, und langstielige Hortensien für Volumen.
Das Fazit lautet nicht, welche Blume in dieser Saison in Mode ist. Das Fazit lautet: Der Mann, der für das britische Königshaus gearbeitet hat, empfiehlt kleinere Sträuße - während die Branche größere verkauft. Die Frage ist nur, wessen Rat kostenlos ist und wessen pro Stiel berechnet wird.
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