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Martha Stewart verkleidete sich zu Halloween als Obdachlose und warb im Post für Kerzen: Das Foto verschwand, zwei Entschuldigungen folgten

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Martha Stewart verkleidete sich zu Halloween als Obdachlose und warb im Post für Kerzen: Das Foto verschwand, zwei Entschuldigungen folgten

Am 31. Oktober postete Martha Stewart - Moderatorin, Kochbuchautorin und Magnatin der amerikanischen Wohnidylle - auf Instagram ein Foto, auf dem sie als Obdachlose verkleidet ist. In den Händen hält sie ein Schild: „Ich habe Hunger, helft mir!“ Und im Text darunter: Werbung für ihre Kerzen, die auf QVC verkauft werden.

Die Kombination kam nicht an. Viele Nutzer sahen darin eine Verharmlosung von Obdachlosigkeit, Armut als Kostüm für einen Abend. Der Post verschwand bald vom Profil, doch Follower hatten das Bild bereits gespeichert und teilten es weiter, mit Kommentaren, es sei unangemessen und beleidigend.

Die erste Reaktion kam über das Magazin „People“. Stewart erklärte, es tue ihr leid, dass das Kostüm Menschen gekränkt habe, ihre Absicht sei gewesen, auf Obdachlosigkeit aufmerksam zu machen, und verwies auf ihr wohltätiges Engagement zu diesem Thema. Aufmerksamkeit - mit Kerzenwerbung. Wie viele PR-Teams würden diese Erklärung unterschreiben, ohne mit der Wimper zu zucken?

Einige Stunden später kam die zweite, direktere Entschuldigung, diesmal auf Instagram. Darin räumt sie ein, die erste Erklärung habe nicht gereicht und das Kostüm sei unsensibel und überhaupt nicht lustig gewesen. Selten gibt ein Star zu, dass schon die Entschuldigung danebenging.

Obdachlosigkeit ist kein Kostüm, das man nach der Party auszieht. Menschen, die wirklich ein Schild auf der Straße halten, haben keinen gelöschten Post und keine zweite Entschuldigung zur Verfügung - nur eine weitere Nacht draußen. Wie oft dient Armut Prominenten als Requisite, und wie selten als Thema, das ihnen wirklich am Herzen liegt?