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Ohrid schreibt Geschichte mit einem Europapokal, Mazedonien kennt seinen Weg zur WM, Dortmund schnappt sich Mladenovska

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Ohrid schreibt Geschichte mit einem Europapokal, Mazedonien kennt seinen Weg zur WM, Dortmund schnappt sich Mladenovska

Ohrid schreibt Geschichte - der erste Europapokal für die Stadt am See

Der mazedonische Handball hat eine neue Geschichte für die Ewigkeit. GRK Ohrid gewann den EHF European Cup und besiegte den ungarischen MOL Tatabanya mit 31:25 im Rückspiel vor ausverkaufter Halle „Biljanini Izvori“. Kosuke Yasuhira war mit 9 Toren unaufhaltsam, Torhüter Kristijan Pilipovic hielt allein in der ersten Halbzeit 10 Bälle. Für einen erst 2011 reformierten Klub, der vor dieser Saison nur drei Europaspiele bestritten hatte, ist das keine Überraschung - es ist ein Wunder mit Adresse. Und es steht nicht allein: Mazedonien gewinnt diesen Pokal zwei Jahre in Folge, nach Alkaloid im Vorjahr. Ein kleines Land, doch das viertt­erfolgreichste in der Geschichte des Wettbewerbs - hinter Rumänien, Deutschland und Portugal. Jemand in Ohrid schaffte, was weit reichere Ligen nicht können.

Köln ist an diesem Wochenende das Zentrum der Welt - ein Final Four ohne Favorit

Während Ohrid feiert, versammelt sich die Spitze des Vereinshandballs in Köln zum Final Four der Champions League. Die vier Verbliebenen: Aalborg gegen Barcelona und Füchse Berlin gegen Titelverteidiger Magdeburg. Namen, die alles sagen - Sander Sagosen, Dika Mem, Mathias Gidsel, Gisli Kristjansson. „Alle Teams sind gleich. Etiketten bedeuten beim Final Four nichts“, sagte Mem, und das ist keine Floskel - gerade bei diesem Turnier fällt der Favorit am häufigsten. Sagosen wiederum träumt von Revanche in der Halle, in der er sich als Kind vorstellte, den Pokal zu heben. Zwei Spiele, ein Titel, kein sicherer Sieger.

Mazedonien kennt seinen Weg zur WM - Magdeburg wartet

Die Männer-Handballnationalmannschaft kennt ihre Auslosung für die WM 2027 in Deutschland. Mazedonien ist in Gruppe H, mit Spielen in Magdeburg, gegen Island, Bahrain und Japan. Die Geschichte ist gemischt: Gegen Island spielten wir 16 Mal (4 Siege, 1 Remis, 11 Niederlagen), während wir Bahrain und Japan bei der WM 2019 schlugen - 28:23 und 38:29. Aus der Gruppe kommen die ersten drei weiter, dann bringt die zweite Runde vier neue Gruppen vor dem Viertelfinale. Der Trainer weiß, dass das erste Spiel gegen Island das wichtigste ist - dort gewinnt oder verliert man die Ruhe für den Rest. Die Auslosung ist machbar, was heißt, es gibt keine Ausrede, wenn es nicht klappt.

Iva Mladenovska macht einen großen Schritt - Dortmund schnappte sie sich

Der mazedonische Frauenhandball schickt einen weiteren Namen an die europäische Spitze. Iva Mladenovska unterschrieb bei Borussia Dortmund, dem deutschen Vizemeister, nach einem Aufenthalt im französischen Besancon. „Wir bekommen eine ehrgeizige Spielerin mit internationaler Erfahrung“, teilte der Klub mit, der sich auch um eine Sondereinladung zur Champions League bewarb. Mladenovska, kürzlich zur wertvollsten Spielerin des mazedonischen Pokalfinals gewählt, steigt weiter auf, gerade während Dortmund ein Team für die größte Bühne baut. Wenn eine unserer Spielerinnen zu einem Klub mit solchen Ambitionen geht, ist das nicht nur ihr Transfer - es ist Werbung für die ganze Schule, aus der sie hervorging.

Deutschland ist wieder das Zentrum des Handballs - und das ist kein Zufall

Wer auf die Adressen achtet, bemerkt eine Wiederholung: das Final Four in Köln, die WM in Magdeburg, unsere Spieler in Dortmund und Besancon. Die deutsche Bundesliga ist seit Jahren das wirtschaftliche und sportliche Zentrum dieses Sports - dorthin gehen die Besten, dort entstehen die größten Spiele, dort füllen sich die größten Hallen. Für einen Balkanspieler ist der Durchbruch in Deutschland noch immer das sicherste Zeichen, angekommen zu sein. Es ist nicht romantisch, aber Realität: Die Handballkarte Europas führt durch Deutschland, und immer mehr mazedonische Namen finden darauf einen Platz.