Schüsse auf einer Feier in Dobridol - die Polizei rückte erst aus, als das Video viral ging
02.08.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Während Belgrad die Haupt-Europameisterschaft der U18 austrägt, bekommt Skopje ein eigenes Turnier derselben Altersklasse. Die M18 EHF Championship I 2026 wird in der mazedonischen Hauptstadt mit acht Nationalteams in zwei Gruppen gespielt, ein paralleles Turnier der zweiten Kategorie läuft im georgischen Telawi mit sechs Auswahlen in einer Gruppe. Alle Spiele beider Turniere laufen live auf EHFTV. Die Ausrichtung eines kontinentalen Wettbewerbs ist für einen Verband mit unseren Mitteln keine Kleinigkeit - das bedeutet Halle, Organisation, Schiedsrichter, Logistik und sieben Tage, in denen der europäische Handball nach Skopje blickt. Ob daraus mehr wird als ein Foto mit Schleife, ist eine ganz andere Frage. Solche Gelegenheiten vergehen bei uns öfter still, als sie sollten.
Mazedoniens Handballmeister Vardar ist wieder dort, wo er sein will. Nach drei Jahren Pause tritt Vardar in die Champions League ein, gelost in Gruppe B zusammen mit Melsungen, Nantes und Wisła Płock. Die Gruppenphase beginnt und endet mit Duellen gegen die deutsche MT Melsungen. Es ist eine Saison mit völlig neuem Format - der Wettbewerb wächst von 16 auf 24 Teams in sechs Vierergruppen, mit sechs Runden vom 9. September bis 29. Oktober; die zwei Besten jeder Gruppe erreichen die Hauptrunde. Mehr Teams heißt auch mehr Platz für Klubs, die in dieser Geschichte vorher nicht vorkamen. Die Frage für Vardar ist nicht, ob er spielt - das ist geklärt. Die Frage ist, ob der Klub eine ganze Kampagne auf diesem Niveau finanziell durchhält, denn genau daran sind wir schon früher gescheitert.
Bitola hat wieder eine europäische Adresse. HC Eurofarm Pelister steht in Gruppe G der EHF European League, wo der deutsche VfL Gummersbach, das spanische Logroño La Rioja und das polnische Wybrzeże Gdańsk warten. Die Gruppenphase läuft vom 29. September bis 2. Dezember, die zwei Besten jeder der acht Gruppen erreichen die Play-offs, wo Dritte und Vierte aus der Champions-League-Gruppenphase hinzustoßen. Die Gruppe ist nicht leicht, aber für niemanden entschieden. Pelister brachte dieses Jahr Dauerkarten in den Verkauf und stellte das neue Trikot vor - der Klub rechnet also ernsthaft mit voller Halle. In einer Stadt mit einem Handballpublikum wie Bitola ist das kein Marketingtrick, sondern ein Haushaltsposten.
Mazedoniens männliche Kadettenauswahl beendete die Gruppenphase der Europameisterschaft 2026 in Serbien mit einer 33:29-Niederlage gegen Schweden. Zur Halbzeit führten die Schweden 18:16, die zweite Hälfte ging also mit drei Toren Unterschied verloren - keine Katastrophe, sondern ein Unterschied in der Kaderbreite. Es folgt die Platzierungsrunde um die Ränge 17 bis 24. Gruppe A umfasste Slowenien, Frankreich, Schweden und Mazedonien; von 24 Nationalteams zum Start erreicht nur die Hälfte die Hauptrunde. Unter den Ausgeschiedenen ist auch Titelverteidiger Schweden, was zeigt, wie gnadenlos dieses Format ist. Eine Vier-Tore-Niederlage gegen eine skandinavische Schule ist keine Schande. Eine Schande wäre, wenn in zwei Jahren keiner dieser Jungs im Seniorenkader übrig bliebe.
In Belgrad fand die zweite Sitzung des Verwaltungsrats der neuen Regionalen Handballliga statt, auf der die zentralen Entscheidungen für den Start der ersten Saison 2026/27 getroffen wurden. Das Projekt vereint Klubs aus Mazedonien, Serbien, Montenegro, Kroatien und Slowenien - eine Idee, so alt wie die Gespräche über regionale Zusammenarbeit, die diesmal endlich ein Datum hat. Zu Hause hören die Bewegungen nicht auf: HC Ilinden beförderte Darko Janev zum Cheftrainer, mit Dejan Pecakovski als Assistent, während das zweite Team von Gjorce Petrov die erfahrene Torjägerin Marija Ancheva von Astibo verpflichtete. In Bitola holte Eurofarm Pelister den jungen kroatischen Rechtsaußen Diego Basanese. Die regionale Liga ist eine Chance für mazedonische Klubs, häufiger gegen stärkere Gegner zu spielen, ohne auf eine europäische Auslosung zu warten. Funktioniert sie, wird es das Beste sein, was diesem Sport bei uns seit Jahren passiert ist.
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