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Ollie macht am 6. November dicht: Der KI-Assistent, der Familien Privatsphäre versprach, sprach im September von 7,5 Millionen Dollar von Investoren, im November von Rückzahlungen

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Ollie macht am 6. November dicht: Der KI-Assistent, der Familien Privatsphäre versprach, sprach im September von 7,5 Millionen Dollar von Investoren, im November von Rückzahlungen

Ollie, das Start-up, das einen KI-Assistenten bauen wollte, der die Privatsphäre der Nutzer respektiert, macht am 6. November dicht. Die Nachricht veröffentlichte Mitgründer und CEO Bill Lennon auf X, eine Woche vor dem Ende. „Wir sind nah herangekommen, konnten am Ende aber das Tempo nicht halten“, schrieb er. „Mit Muse, Instinct und anderen, die in den Markt eintraten, wurde es schwerer, uns abzuheben, zu wachsen und das nötige Kapital aufzubringen.“

Das Produkt war ein textbasierter Abo-Assistent für Familien. Er verband sich mit E-Mail und Kalender, buchte Termine, erstellte Essenspläne und bezahlte Rechnungen, als Nächstes sollte das Haushaltsbudget kommen. Dahinter stand eine Seed-Runde von 7,5 Millionen Dollar (etwa 6,7 Millionen Euro) unter Führung von Khosla Ventures, über die das Unternehmen noch im September sprach. Wenige Wochen später gibt es statt neuer Investoren Anleitungen zur Rückerstattung.

Privatsphäre war das Argument. Ollie gehörte zu den ersten Apps für ein breites Publikum mit SOC 2, einer unabhängigen Prüfung der Datenschutz-Compliance. Doch Privatsphäre war in der Technologie nie eine besonders profitable Ware, und viele neue Assistenten bringen ihre eigenen Risiken mit, gerade weil sie in E-Mail und Kalender leben. Ist es Zufall, dass auf diesem Markt ausgerechnet jener fiel, der den Schutz an erste Stelle setzte?

Die Nutzer sollen dieser Tage Anleitungen bekommen, wie sie ihre Daten exportieren und ihr Geld zurückbekommen. Hier liegt die Frage, die sich jede Familie stellen sollte, bevor sie dem nächsten Assistenten ihre E-Mails öffnet: Wenn die Firma verschwindet, wer behält die Kopien?