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DoorDash kauft Instacart für 17 Milliarden Dollar: Die App fürs Mittagessen vom Restaurant will jetzt auch deinen Kühlschrank füllen

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DoorDash kauft Instacart für 17 Milliarden Dollar: Die App fürs Mittagessen vom Restaurant will jetzt auch deinen Kühlschrank füllen

DoorDash, die App für Essenslieferungen aus Restaurants, kauft den Konkurrenten Instacart, den Onlinedienst für Lebensmittellieferungen. Der Deal ist 17 Milliarden Dollar (rund 14,7 Milliarden Euro) wert, also 65 Dollar je Instacart-Aktie. Die Vorstände beider Unternehmen haben bereits zugestimmt.

Instacart ist an der Börse etwas über 13 Milliarden Dollar wert, die Aktie liegt 25 Prozent über dem Jahresanfang. DoorDash zahlt also einen Aufschlag von einigen Milliarden, und Instacart verkauft, solange der Preis hoch ist - bevor der Wettbewerb in der Lebensmittellieferung noch härter wird. Laut Bloomberg hatte Instacart zuvor auch mit Uber verhandelt, sich aber aus diesen Gesprächen zurückgezogen.

Tony Xu, CEO von DoorDash, verkauft den Deal mit einer Avocado. „Lebensmittel gehören zu den schwierigsten Dingen, die man online gut machen kann“, sagt er. „Jemand muss eine reife Avocado auswählen, einen Ersatz finden, den er selbst nehmen würde, und das Eis liefern, bevor es schmilzt.“ Instacart-Chef Chris Rogers erinnert daran, dass das Unternehmen 14 Jahre lang Geschäften „aller Größen“ geholfen habe, im Wettbewerb zu bestehen.

Marke und App von Instacart sollen bleiben, ebenso die Technologieprodukte für Händler. Geschäfte könnten mit Instacarts Software eigene Onlineshops und Werbegeschäfte aufbauen und mit DoorDash-Kurieren günstiger liefern. Xu schloss mit „Wenn mehr Menschen lokal einkaufen, bleibt mehr Geld lokal“ - ein seltsamer Satz von einer Plattform, die an jeder Bestellung zwischen Kunde und Geschäft mitverdient. Und wenn Software und Lieferung in denselben Händen liegen: Wer schreibt dann dem Supermarkt die Bedingungen?

Bis zur echten Fusion ist Zeit: Der Abschluss wird Ende 2027 oder in der ersten Hälfte 2028 erwartet, bis dahin arbeiten beide getrennt. Anderthalb Jahre sind lang genug für die US-Regulierer, um zu fragen, was es bedeutet, wenn Lieferung von Mittagessen und Wocheneinkauf bei einem Unternehmen landen. Fragen sie - oder reicht ihnen das Versprechen vom Geld, das „lokal bleibt“?