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Upwind lehnte das Angebot von Datadog ab und sammelte 400 Millionen Dollar ein: Das Cloud-Security-Startup ist jetzt 3,8 Milliarden Dollar wert

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Upwind lehnte das Angebot von Datadog ab und sammelte 400 Millionen Dollar ein: Das Cloud-Security-Startup ist jetzt 3,8 Milliarden Dollar wert

Das Startup Upwind aus San Francisco, das mit künstlicher Intelligenz die Cloud-Infrastruktur von Unternehmen schützt, hat in einer Serie-C-Runde 400 Millionen Dollar (rund 345 Millionen Euro) eingesammelt, bei einer Bewertung von 3,8 Milliarden Dollar. Angeführt wurde die Runde von Bessemer Venture Partners, beteiligt waren auch die bestehenden Investoren Greylock Partners und Craft Ventures.

Der Hintergrund ist interessanter als die Zahl. Laut einer mit den Gesprächen vertrauten Quelle versuchte Datadog, Upwind zu kaufen, bot aber nichts über der Bewertung von 3,8 Milliarden. Upwind entschied sich, unabhängig zu bleiben - obwohl die Runde gerade wegen des Übernahmeversuchs fast geplatzt wäre.

Das Tempo ist selbst für Silicon-Valley-Verhältnisse hoch. Nur neun Monate zuvor hatte das Unternehmen 250 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 1,5 Milliarden eingesammelt. Upwind gibt es seit vier Jahren, jedes Quartal kommen 20 bis 30 Millionen Dollar wiederkehrender Jahresumsatz hinzu, zum Jahresende werden rund 90 Millionen erwartet. Die Investoren zahlen also mehr als das 40-Fache des erwarteten Jahresumsatzes - das klingt nach viel, ist aber fast die Hälfte des rund 80-fachen Multiplikators, den Cyera angeblich erreicht hat.

Gründer Amiram Shachar ist kein Anfänger: Seine vorige Firma Spot.io verkaufte er für 450 Millionen Dollar an NetApp. Upwind konzentriert sich auf Sicherheit in Echtzeit - es schlägt Alarm und behebt Angriffe und Schwachstellen, während die Dienste laufen. Genau dorthin schieben Investoren jetzt ihr Geld. Tomasz Tunguz von Theory Ventures meint, Cybersicherheit werde nach Programmierwerkzeugen und Kundensupport die dritte große Welle von KI-Software, für die Unternehmen zahlen.

Doch diese Geschichte endet selten an der Börse. Nur wenige Cybersecurity-Firmen sind zuletzt an die Börse gegangen, also ist auch für Upwind ein Verkauf das wahrscheinlichste Ende - nur später und teurer. Datadog heute abzulehnen ist eine Wette darauf, dass morgen jemand mehr bietet. Die Frage ist nur, ob sich so ein Käufer findet.