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Putin schlug Waffenruhe zum Tag des Sieges vor: Parade ohne Panzer zum ersten Mal seit 1945 - Kiew lehnte symbolischen Eintagesfrieden ab

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Putin schlug eine Waffenruhe zum 9. Mai vor - dem Tag des Sieges. Symbolisch, eintägig. Er warf den Vorschlag in einem 90-minütigen Gespräch mit Trump auf. Die Ukraine antwortete mit einer einzigen Frage: Warum nicht jetzt?

Andrij Sybiha, ukrainischer Außenminister: "Warum nicht jetzt? Warum bis zum 8. Mai warten? Wenn Russland wirklich Frieden will, muss es das Feuer sofort einstellen." Kiew fordert 30 Tage Waffenruhe, keine symbolische Pause für Paradezwecke.

Hier gibt es etwas viel Interessanteres als die Symbolik. Westlichen Geheimdienstquellen zufolge findet die Parade am 9. Mai dieses Jahres ohne schweres Gerät statt - keine Panzer, keine Artillerie, keine gepanzerten Fahrzeuge. Zum ersten Mal seit 1945. Warum? Wegen der Verluste. All diese Maschinen sind an der ukrainischen Front - oder zerstört.

Russlands militärische Verluste liegen laut westlichen Schätzungen bei über 1,2 Millionen. Letztes Jahr kamen 29 ausländische Staatschefs zur Parade. Dieses Jahr ist die Gästeliste noch nicht veröffentlicht. Schlechtes Zeichen.

Putin hat eine klare Strategie: eine symbolische Waffenruhe vorschlagen, um friedlich zu wirken, und gleichzeitig Kiew in die Rolle der "schwierigen Seite" drängen. Das ist das älteste diplomatische Drehbuch - Frieden anbieten, wenn man schwach ist, damit die Niederlage wie eine partnerschaftliche Kompromisslösung aussieht. Die Schule, der auch der Balkan in der Vergangenheit mehrfach ausgesetzt war.

Wird Selenskyj nachgeben? Bisher nicht. Aber er steht unter Druck von Trump - "die Ukraine ist militärisch besiegt", behauptet der US-Präsident bereits. Wenn Washington und Moskau dieselbe Sprache sprechen, steht Kiew allein. Und die offene Frage zum 9. Mai dieses Jahres ist, ob der Tag des Sieges Putins Sieg wird - nicht auf dem Schlachtfeld, sondern in der Diplomatie. Das wäre zum ersten Mal seit Jahren.