Inhaberin eines Beauty-Salons unter Verdacht wegen gefälschter Filler: 535 Ampullen im Bettzeug bei Tabanovce
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Auf Lanzarote, der Insel, auf der César Manrique die Vision einer harmonischen weißen Architektur in Einklang mit der vulkanischen Landschaft prägte, hat das tschechische Studio OOOOX eine Sanierung umgesetzt, die diese Prinzipien respektiert, ohne sie zu kopieren. Das Haus heißt „Villa Amonita", 2000 erbaut, jetzt in einen zeitgenössischen Rückzugsort ohne Dekor verwandelt - aber mit viel Überlegung.
Der Ansatz ist ruhig. Architektur ohne unnötige Gesten. Weiße Flächen dominieren, mit Klappen, die das Raumklima regeln - eine alte lokale Technik, keine neue Idee. Das Studio entschied bewusst, keinen „tschechischen Look" nach Lanzarote zu bringen. Das ist wichtig: seit Jahrzehnten kommen nordeuropäische Architekten auf die Kanaren und errichten Häuser, die wie aus Skandinavien transponiert aussehen. OOOOX tat das Gegenteil.

Die Terrasse ist von einer Schilfpergola beschattet - kein Kunststoff, kein modernes Material. Lokales Schilf. Dahinter - lokaler Vulkanstein, sichtbar gelassen. Eine Taktik des „Textur-Sparens": eine Wand bleibt unverputzt und trägt die gesamte sinnliche Last des Raums. Ohne diesen Kontrast wäre der weiße Minimalismus steril. Mit ihm ist er lebendig.
Der Pool misst 10×5 Meter, umgeben von Palmen und tropischen Pflanzen. Kein Instagram-Pool. Er hat Flachzonen - ein funktionaler Detail, das viele Luxusarchitekten vergessen. Das Haus ist zum Leben da, nicht zum Fotografieren.
Drinnen - ein durchgehender Raum. Weißer Mikrozement auf den Böden - ein Material, das ohne Unterbrechung vom Innen- in den Außenraum fließt. Möbel sind in die Architektur eingebaut: eingebaute Sitzbänke, eingebaute Tische. Weniger bewegliches Mobiliar bedeutet weniger visuelles Rauschen. Gefährlich, wenn falsch gemacht - es wirkt wie ein Hotelzimmer. Hier funktioniert es, weil die Texturen die Flächen verwandeln.
Im Essbereich Stühle mit geflochtenen Ledersitzen - ein taktiles Detail, das die Hände anzieht. Terrazzo-Tische, Samtpolster, Teppiche aus Naturfasern. Alles im Raum hat Textur. Es fehlt nur der Werbetext.

Die Schlafzimmer nutzen erhöhte Betonplattformen statt klassischer Betten. Das eliminiert Nachttische, Rahmen, Beine. Im Hauptschlafzimmer ein samtgrünes Kopfteil, Wandverkleidung aus Keramik - irgendwo zwischen japanischem Minimalismus und mediterranem Kloster. Das Bad nutzt grüne APE-Grupo-Keramik und Wannen aus Vulkanstein. Aus Balkan-Sicht ist das kein „Instagram-Dekor" - das ist Design, das ein ernstes Verhältnis zum Wohnen voraussetzt.
Die Treppe trägt diskrete Holzakzente dort, wo der Fuß landet - ein Detail, das man körperlich spürt, ein Sicherheitshinweis, übersetzt in Design. Eine Dachterrasse in minimalem weißen Schnitt öffnet sich zur vulkanischen Landschaft - der finale Blick des Hauses. Das ist Architektur, die weiß, wann sie laut sein darf und wann sie schweigen muss.
Die Balkan-Note: diese Art von Sanierung - mit Gespür für den Ort, ohne Trendnachahmung - ist auf unseren Inseln oder Küstenstädten sehr selten. Hvar, Korčula, Bar, Sveti Stefan - überall Dörfer wie aus dem Kataster, dann saniert ohne das Prinzip „zerstöre nicht, was schon da ist". Dieses Projekt auf Lanzarote ist eine Lektion, wie man es anders macht. Nicht teuer. Nicht luxuriös. Einfach sorgsam.
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