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Wembanyama vor einer Wand, die noch niemand durchbrochen hat: 0:2 zu Hause im Finale, und die Geschichte ist gnadenlos

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Wembanyama vor einer Wand, die noch niemand durchbrochen hat: 0:2 zu Hause im Finale, und die Geschichte ist gnadenlos

Die Geschichte ist gnadenlos gegenüber San Antonio, und Victor Wembanyama weiß das. Nach zwei verlorenen Spielen auf eigenem Parkett im NBA-Finale finden sich die Spurs an einem Punkt wieder, von dem noch niemand zurückgekehrt ist - kein Team in der Geschichte der NBA-Finals hat die ersten beiden Spiele zu Hause verloren und danach den Meisterschaftsring geholt.

Die Spurs hatten den Heimvorteil und vergeudeten ihn brutal. Die New York Knicks dominierten beide Spiele in San Antonio und führten mit 2:0, und nun zieht die Serie nach New York, wo ein aufgeladenes Team die Sache vor seinem rasenden Publikum beenden will. Der Druck auf San Antonio könnte nicht größer sein.

Vor den Spurs verloren nur zwei Teams in der Ligageschichte sowohl das erste als auch das zweite Finalspiel zu Hause: die Phoenix Suns in der Saison 1992-93 und die Orlando Magic 1994-95. Beide Enden sind bekannt. Charles Barkley und die Suns schlugen zurück und erzwangen ein sechstes Spiel auf eigenem Platz, doch Michael Jordan und die Chicago Bulls triumphierten dennoch für den ersten ihrer drei aufeinanderfolgenden Titel in den Neunzigern.

Für die Magic war es noch grausamer - Shaquille O'Neal und sein Team wurden gefegt, und die Houston Rockets mit Hakeem Olajuwon und Clyde Drexler holten ihren zweiten Titel in Folge. Einunddreißig Jahre später steht Wembanyama vor derselben Rechnung.

Ob der junge Franzose das Schicksal jener vor ihm teilt oder der Statistik trotzt und Geschichte schreibt - das werden die nächsten Spiele zeigen. Eines ist sicher: Die Zahlen sind gegen ihn, und die Zahlen im NBA-Finale lügen selten. Doch genau deshalb gibt es die Spiele - für jene, die keine Tabellen lesen.