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Alta Bank: 10.000 Denar pro Woche vom eigenen Geld, und 5.000 Sozialhilfeempfänger warten auf einen Schalter

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Alta Bank: 10.000 Denar pro Woche vom eigenen Geld, und 5.000 Sozialhilfeempfänger warten auf einen Schalter

Bitola, Schlangen vor den Geldautomaten. Seit die mazedonische Nationalbank am 1. November die Alta Bank für drei Monate unter vorläufige Verwaltung gestellt hat, können Kunden von ihren eigenen Konten höchstens 10.000 Denar pro Woche abheben oder per Karte ausgeben, und Firmen können kein Geld aus der Bank heraus überweisen. „Ich brauche mehr Geld, aber ich habe keins, was soll ich machen“, sagt eine Kundin, während sie vor einem Automaten wartet.

Am schwersten haben es jene, die keine Karte haben oder deren Karte im Automaten stecken geblieben ist. Die Filialen sind geschlossen, an ihr Geld kommen sie vorerst überhaupt nicht. Manche Kunden wollen ihr Konto zu einer anderen Bank verlegen, doch auch dafür brauchen sie einen Schalter der Alta Bank - der nicht geöffnet ist.

Lösungen werden vorbereitet, eine nach der anderen. Über 5.000 Bezieher von Sozialhilfe und anderen Sozialleistungen erhielten ihr Geld über diese Bank. Für sie werden Schalter angekündigt, zuerst in Bitola, dann in Skopje und Strumica, mit Vorrang und ohne Limit. Für rund 3.500 Rentner ohne Zahlungskarte wird die Möglichkeit vorbereitet, am Schalter bis zu 20.000 Denar abzuheben. Und die Gehälter eines Teils der Beschäftigten im öffentlichen Dienst mit Konto bei der Alta Bank stehen vorerst in Frage - inoffiziell wurde ihnen nahegelegt, rechtzeitig ein Konto bei einer anderen Bank zu eröffnen.

Der Hintergrund liegt in Belgrad. Die Nationalbank Serbiens entzog der Alta Banka AD Belgrad die Lizenz, dort wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Die Bank in Bitola ist nicht insolvent, sondern unter Verwaltung. Drei Verwalter der Nationalbank - Ilija Andovski, Vesna Stojčevska und Marija Todorovska - haben 21 Tage Zeit, die Finanzlage festzustellen. Gouverneur Trajko Slaveski sagt, der Eigentümer in Belgrad sei aufgefordert worden, die Aktien zu verkaufen; tue er das nicht, werde die Nationalbank sie versteigern.

Der offizielle Trost lautet, die Einlagen seien bis 30.000 Euro gesichert und die Bank arbeite weiter. Stimmt. Doch die Sicherung gilt für den Tag, an dem die Bank pleiteginge. Bis dahin gehört dir dein Geld bis 10.000 Denar pro Woche. Wenn die serbische Aufsicht die Mutterbank schließt - wie früh hätte unsere wissen müssen, was mit ihrer Tochter in Bitola passiert? Die Opposition hat bereits eine Interpellation gegen den Gouverneur angekündigt - die Antwort muss also auch im Parlament gegeben werden.

Am längsten warten jene, die am wenigsten warten können. Für einen Rentner ohne Karte oder eine Familie in der Sozialhilfe ist das, was auf dem Konto liegt, kein Erspartes. Es sind die Medikamente, der Strom und das Brot bis zum Monatsende.