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Apple stellt Dating-Apps und romantische KI-Begleiter unter 18+: Ab 16. November müssen Entwickler offenlegen, was sie anbieten

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Apple stellt Dating-Apps und romantische KI-Begleiter unter 18+: Ab 16. November müssen Entwickler offenlegen, was sie anbieten

Apple ändert die Regeln im App Store: Jede App, die Dating oder eine romantische Beziehung anbietet, muss die Altersfreigabe 18+ tragen. Das Unternehmen teilte dies den Entwicklern am Montag mit, und ab dem 16. November müssen sie neue Inhaltsangaben hinzufügen, damit die Altersfreigabe dem entspricht, was die App tatsächlich bietet.

Für klassische Dating-Apps ist das fast eine Formalität - die meisten sind ohnehin nur für Volljährige. Das eigentliche Ziel sind KI-Begleiter. Character.AI, Replika und ähnliche Apps lassen Nutzer sich einen Freund, eine Geliebte, einen Partner, eine Partnerin oder eine Fantasiefigur mit künstlicher Intelligenz erschaffen. Sie richten sich oft genau an Jüngere, und Romantik ist bei vielen nur eine Funktion unter mehreren, nicht das Hauptprodukt.

Die Zahlen erklären, warum der Druck wächst. Bis zum vergangenen Sommer kamen die beliebtesten Apps dieser Art auf 220 Millionen Downloads im App Store und bei Google Play. Elon Musks xAI brachte im vergangenen Jahr zudem 3D-animierte KI-Begleiter heraus, bei denen Nutzer Inhalte für Erwachsene freischalten können. Die Branche zählt längst Hunderte Millionen Downloads, die Regeln kommen erst jetzt.

Die neuen Regeln enden nicht bei der Romantik. Apps müssen auch angeben, ob sie den tatsächlichen Standort des Nutzers mit einer anderen Person oder Gruppe teilen. Das ist ein offensichtliches Risiko für die Privatsphäre, besonders wenn der Nutzer nicht weiß, dass jemand anderes sieht, wo er sich aufhält. In Brasilien können Apps zur Standortverfolgung in der Familie eine offizielle Einstufung durch das dortige Ministerium für Justiz und öffentliche Sicherheit beantragen, statt der Pflichtkennzeichnung A16, die das lokale Gesetz verlangt.

Apple präsentiert das als Fortsetzung des Kinderschutzes, nach der weltweiten Einführung der Altersverifikation und neuer Kindersicherungen. Doch ein Etikett im Store ist nur der erste Filter. Wer prüft, dass ein Fünfzehnjähriger kein fremdes Profil nutzt? Und wie schnell wandern die romantischen Funktionen in Apps, die auf dem Papier „Assistenten“ sind und keine Begleiter? Ein amerikanischer Konzern schreibt jetzt im Alleingang die Regeln dafür, was Kinder auf Millionen Handys sehen dürfen - übernimmt Brüssel diese Regeln oder schreibt es eigene?