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Die Enkelin von König Charles hat in Lissabon entbunden: ein Mädchen ohne Titel, ohne Balkon und ohne eine einzige royale Pflicht

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Die Enkelin von König Charles hat in Lissabon entbunden: ein Mädchen ohne Titel, ohne Balkon und ohne eine einzige royale Pflicht

Am Montagabend, genau um 18:20 Uhr, kam im Lissabonner Krankenhaus „Luz” ein Mädchen zur Welt. Die Mutter ist Prinzessin Eugenie von York, Enkelin von König Charles III. und der verstorbenen Königin Elizabeth II. Der Vater ist Jack Brooksbank. Die beiden haben bereits zwei Söhne - August Philip Hawke, geboren im Februar 2021, und Ernest George Ronnie, geboren im Mai 2023. Dies ist ihre erste Tochter.

„Jack und ich freuen uns sehr, bekannt zu geben, dass unser kleines Mädchen da ist”, schrieben sie und fügten hinzu, sie seien „verliebt in unser Mädchen”. Die offizielle Mitteilung klingt verständlicherweise trockener: „Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Eugenie und Herr Jack Brooksbank geben mit Freude die Geburt ihrer Tochter bekannt.”

Das Kind wurde in Portugal geboren, nicht in London. Eugenie und Brooksbank leben seit 2022 in der Anlage CostaTerra im Alentejo - einem jener abgeschlossenen portugiesischen Resorts, in denen ein Haus nicht nur als Dach gekauft wird, sondern als geografische Distanz. Sie sind keine arbeitenden Mitglieder der königlichen Familie. Keine Pflichten, kein Protokoll, kein Terminkalender, den jemand anderes schreibt. Deshalb konnten sie ein Krankenhaus in Lissabon wählen statt eines Privatflügels einer Londoner Klinik mit Fotografen vor dem Eingang.

Hier lohnt sich ein Innehalten. In einer Familie, in der jede Geburt jahrzehntelang wie ein beinahe verfassungsrechtliches Ereignis behandelt wurde - Platz in der Thronfolge, vom Hof gebilligter Name, Verkündung über den Palast - bekam Eugenie ein Kind im Ausland und teilte es in einem Satz mit, der eher einer Nachricht an Freunde gleicht als einem königlichen Bulletin. Das ist eine Veränderung, auch wenn sie niemand so nennt.

Eugenie ist die Tochter von Prinz Andrew. Sie ist diesem Nachnamen nie entkommen, benutzt ihn aber auch nicht als Eintrittskarte. Sie heiratete im Oktober 2018 in der St.-Georgs-Kapelle in Windsor und baute sich danach in Ruhe ein Leben dort auf, wo nicht jeder Spaziergang gefilmt wird.

Dieses Kind wächst mit einem königlichen Nachnamen auf, aber ohne königlichen Job. Ihre Brüder tragen keine royalen Titel - sie sind schlicht die Herren Brooksbank. Der Hof reduziert seit Jahren die Zahl der Titelträger, und das ist keine sentimentale Entscheidung. Schrumpft eine Institution auf die wenigen, die tatsächlich arbeiten, bleiben die Übrigen Familie, nicht Funktion.

Vielleicht geht diese Meldung genau deshalb leise vorbei. Kein Balkon, kein inszeniertes Foto vor der Klinik, keine drei Tage Namensspekulation. Nur ein Datum, eine Uhrzeit und ein von den Eltern geschriebener Satz. Könnte sich bei uns eine Familie mit einem solchen Namen so ruhig zurückziehen?