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460.000 Passagiere in einem Monat: Mazedoniens Flughäfen führen das Wachstum außerhalb der EU an

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460.000 Passagiere in einem Monat: Mazedoniens Flughäfen führen das Wachstum außerhalb der EU an

Mazedoniens zwei internationale Flughäfen haben im Juli über 460.000 Passagiere abgefertigt. Vor einigen Jahren klang diese Zahl wie ein Ziel für eine ganze Saison, nicht für einen einzigen Monat.

Der Internationale Flughafen Skopje bediente im Juli 408.925 Passagiere - ein Plus von 29,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei 2.670 durchgeführten Flügen. Der Flughafen „Heiliger Apostel Paulus" in Ohrid zählte 52.544 Passagiere, ein Anstieg um 41,21 Prozent, bei 443 Flügen und damit 34,65 Prozent mehr als im Juli 2025. Der stärkste Tag in Ohrid war der 26. Juli mit 2.988 Passagieren.

Von Januar bis Juli fertigten beide Flughäfen zusammen 2,42 Millionen Passagiere ab und führten 16.280 Flüge durch - ein Wachstum von 28,4 Prozent im Passagierverkehr und 8,6 Prozent bei den Flugbewegungen.

Erster Platz unter den Nicht-EU-Ländern

Nach Daten von ACI Europe liegt Mazedonien beim Wachstum des Passagierverkehrs unter den Nicht-EU-Ländern mit 27,9 Prozent an erster Stelle. Der Flughafen Skopje wird unter den am schnellsten wachsenden mittelgroßen Flughäfen Europas geführt, mit einem Plus von 28,6 Prozent.

Vizepremier und Verkehrsminister Aleksandar Nikoloski führte die Ergebnisse auf die Politik der Subventionierung und Anwerbung neuer Fluggesellschaften zurück und erwartet, dass Mazedonien vier Millionen Passagiere pro Jahr erreicht.

Was ein Rekordjuli bedeutet - und was nicht

Das Wachstum ist real und wurde von einem externen Verband gemessen, nicht von einem Ministerium. Das ist ein wichtiger Unterschied und gehört gesagt. Wenn ACI Europe die Zahl bestätigt, lässt sich kaum behaupten, sie sei aufgebläht.

Doch eine Wachstumsrate von 41 Prozent in Ohrid bedeutet auch, dass die Basis niedrig war. Ein Flughafen, der im gesamten Juli 52.000 Passagiere abfertigt, bleibt ein kleiner Flughafen, so schnell er auch wächst. Und die zweite Hälfte der Rechnung - die Subventionen für die Fluggesellschaften - wird fast nie in derselben Mitteilung wie der Rekord veröffentlicht. Wie viel hat jeder dieser zusätzlichen Passagiere gekostet?

Diese Frage stellen wir nicht, um das Ergebnis zu schmälern, sondern weil sich ohne sie nicht sagen lässt, ob das Modell tragfähig oder schlicht erkauft ist. Bleiben die Strecken, wenn die Subvention endet? Von dieser Antwort hängt ab, ob vier Millionen Passagiere im Jahr ein Plan oder ein Versprechen sind.