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23.04.2026
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12.04.2026
Die spanische Schauspielerin Macarena Gomez und ihr Ehemann, der Künstler Aldo Comas, öffneten die Türen ihres ländlichen Hauses im Alt Empordà, Nordkatalonien. Und das ist nicht einfach eine Wochenendhütte - sondern eine restaurierte Mühle aus dem 17. Jahrhundert namens "El Molino", in der die Familie seit März 2020 lebt. Das Anwesen kauften sie schon 2016, vier Jahre bevor ihr Sohn Dante geboren wurde.
Farm-Ästhetik als Ausgangspunkt
Das Gebäude bewahrt die traditionelle lokale Architektur - Steinwände, grüne Außenläden und die spezifische Patina alter Bauten, die man nicht einfach kaufen kann. "Dieses Gebäude war die Dorfmühle", erklärt Aldo. "Wildes Projekt." Sie haben nicht renoviert mit dem Ziel, es luxuriös zu machen - sondern um es zu bewahren, zu ergänzen und an die eigenen Bedürfnisse als zwei kreative Persönlichkeiten und ein Kind anzupassen.
Drinnen bewegten sich Macarena und Aldo weit weg vom "Quiet Luxury"-Stil, der die Instagram-Seiten der PR-Agenturen überschwemmt. Hier gibt es keinen Platindekor für Fotoshootings. Hier sieht man Leben - künstlerisches Chaos, gemischte Materialien, etwas Altes neben etwas halb-Modernem, mit klarer, unaufgeräumter Natürlichkeit.
Für die 12-Deko-Trends-Crowd ist ihre Liste einfach: Eisenrahmen für Möbel, Textilien mit "brocante"-Details, recycelte Paletten als Grundlage für Oberflächen, ein restauriertes Detail aus einer alten Kutsche, gemischte böhmische Stoffe. Stücke, die nicht im IKEA-Bausatz kommen.
Ein Fest aus Farbe und Popkunst
Einer der charakteristischsten visuellen Punkte des Anwesens ist - eine psychedelische Kuhskulptur in voller Farbe. Nicht abstrakt. Kuh. Das ist die Zusammenfassung der Ästhetik Aldos - zeitgenössische Kunst, die provoziert, aber nicht "mysteriös" sein will. Alle Objekte im Haus funktionieren als Exponate - aber nicht wie in einer Galerie aufgestellt, sondern als wären sie dort geschaffen und gelassen worden, wo das Leben sie hingestellt hat.
Den Esstisch decken sie mit Wildblumen und handgefertigten Holzplatten. Ein mediterraner Ansatz ohne Klischee. Im tropischen Sommer im Alt Empordà ist das die optimale Kombination - Essen in der Sonne, mit dünnen Schatten und Tiergeräuschen im Hintergrund.
Aldo im Atelier - industrieller Maximalismus
Aldos Künstleratelier ist der komplexeste Raum auf dem Anwesen. Roher Ziegel, hohe Decke, Farben überall. "Hier ist das Atelier", beschreibt er es. "Ich kümmere mich um die Tiere und male den ganzen Tag." Der Stil ist absichtlich überladen - Bücher als Dekorelement, Betonflächen, Möbel, die dreißig Jahre verschiedener Aufträge abdecken. "Bis du den Pinsel in der Hand nimmst", sagt Aldo mit Blick auf Goya, "verstehst du nicht, wie viel es kostet, ein Bild zu machen."
Familiendynamik und Arbeitsphilosophie
"Ich bin Chaos, sie ist Ordnung", fasst Aldo zusammen. "Wie die Natur." Das ist die Definition ihres gemeinsamen Lebens, aber auch der Ästhetik des Hauses. Hier ist nichts zufällig, obwohl alles aussieht, als wäre es zufällig zusammengesetzt. Künstlerischer Maximalismus erfordert Disziplin genauso wie Minimalismus - nur in einer anderen Variante.
Anwesen, Farm, Verbindung mit der Natur
Das Anwesen ist nicht nur Innenraum. Drumherum - ein Bio-Gemüsegarten, exotische Tiere (Emus, Alpakas, asiatische Hähne), mehrere offene Salons. "Wie ist es, auf dem Land mit Tieren zu leben?", fragt man Macarena. "Jetzt spiele ich Bäuerin." Ohne Ironie, ohne Vorspiel. Auf dem Balkan erkennen wir solche Rückkehrer zum ländlichen Leben - die Entscheidung einer Familie mit Mitteln, den städtischen Querschnitt zu verlassen und sich an die Erde zu klammern.
Ist das Luxus - oder Rückkehr zu etwas, das der Balkan nie verlassen hat? Ein Landhaus mit Tieren und Garten, bei uns ist das kein Stil - das ist mehr als das halbe Leben, und für viele keine Wahl, sondern Grundstruktur. Manchmal, was der Westen als "natürlichen Luxus" entdeckt - wir sind schon dort, wir haben es nur nicht gut verkauft.
Schluss ohne Schluss
Das Haus von Macarena Gomez und Aldo Comas bietet keine Schablone. Es lässt sich nicht kopieren. Und das ist der Punkt - ihr Zuhause ist ein Porträt davon, wer sie sind, nicht davon, was modern ist. Eine Ästhetik, die man im Magazin nicht kaufen kann. Das ist die Anziehung und die Warnung - um so auszusehen, muss man zuerst so leben.
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