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Trump erhöht Zölle auf europäische Autos auf 25 Prozent - 200.000 Arbeitsplätze in Europa in Gefahr, und der Balkan ist Letzter in der Schlange

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Donald Trump hat die Zölle auf aus der Europäischen Union importierte Pkw und Lkw auf 25 % angehoben. Die neuen Tarife treten kommende Woche in Kraft. Die Begründung - laut Trump habe die EU frühere Handelsabkommen mit Washington nicht eingehalten. Übersetzung: Eine neue Front im US-europäischen Handelskrieg öffnet sich, die Autoindustrie ist der erste Kollateralschaden.

Die Zahl 25 % ist nicht symbolisch. Ein durchschnittliches europäisches Auto - BMW 3er oder Mercedes E-Klasse - kostet in Amerika zwischen 50.000 und 70.000 Dollar. Bei 25 % Zoll bedeutet das 12.500 bis 17.500 Dollar zusätzlich für den Endkäufer. Das drückt europäische Autos automatisch aus dem mittleren Segment - denn japanische und koreanische Modelle bleiben günstiger.

Für Deutschland ist das eine harte Nachricht. Das Land exportiert jährlich rund 800.000 Pkw in die USA. Ein 25 %-Zoll bedeutet, dass ein Teil davon schlicht keinen Käufer findet. Schätzungen von Branchenanalysten: Bis zu 200.000 Arbeitsplätze in der europäischen Lieferkette sind gefährdet. Volkswagen, BMW, Mercedes, Stellantis und Renault haben Werke in den USA, aber auch dort kommen die Komponenten aus Europa.

Was passiert dann. Erstens - europäische Exporteure werden Subventionen ihrer Regierungen fordern. Zweitens - sie werden versuchen, Produktion nach Amerika zu verlagern, ein Prozess, der Jahre dauert und Milliarden kostet. Drittens - die EU wird mit Gegenzöllen auf US-Produkte antworten. Und viertens - alle zahlen mehr.

Für den Balkan ist der Effekt nicht direkt, aber real. Deutsche Autokonzerne haben Werke in Skopje, Bitola, Kumanovo - Komponentenhersteller. Wenn die Hauptmärkte schrumpfen, sinken die Aufträge dorthin. Das heißt Schichtkürzungen, Entlassungen, Exportrückgang. Mazedonien wird nicht unmittelbar getroffen, steht aber als Letztes in der Reihe.

Der Handelskrieg 2026 unterscheidet sich von dem in Trumps erster Amtszeit. Damals war die Welt in einer relativ stabilen Phase. Jetzt, mit zwei Kriegen und Energiekrise, schlägt jede wirtschaftliche Maßnahme schnell und stark durch. Der Balkan schaut das aus der Ferne an - wird es aber in den Preisen neuer Fahrzeuge und in Arbeitsplätzen in Teilen einer Industrie spüren, die weder uns gehört noch unsere Wahl ist.