Skip to content

Vorstandsgehälter wachsen 20-mal schneller als Arbeiterlöhne: Oxfam veröffentlicht die Zahlen zum Tag der Arbeit

1 Min. Lesezeit
Teilen

Die Analyse von Oxfam und dem Internationalen Gewerkschaftsbund, veröffentlicht vor dem Internationalen Tag der Arbeit, liefert eine Zahl, die schwer in eine Metapher zu übersetzen ist: die Gehälter der Chefs der größten Weltkonzerne wachsen zwanzigmal schneller als die Löhne der Arbeiter in denselben Unternehmen.

Real haben die Vorstände im vergangenen Jahr eine reale Lohnsteigerung von 11%. Der reale Lohn des Arbeiters - 0,5%. Das bedeutet, dass der CEO für jeden realen Cent Verbesserung, den der Arbeiter bekommt, 20 solche Cents bekommt. Im selben Zeitraum. Im selben Unternehmen.

Die Studie umfasst 1.500 Konzerne aus 33 Ländern, die für 2025 die Vergütung der Vorstände offenlegten. Durchschnittlicher CEO - 8,4 Millionen Dollar pro Jahr. Ein durchschnittlicher Arbeiter weltweit bräuchte für dieselbe Summe etwa 490 Jahre Arbeit. Nicht vier. Nicht vierzig. Vierhundertneunzig.

Es gibt auch extremere Fälle. Vier Konzerne - darunter Blackstone, Broadcom und Goldman Sachs - meldeten, ihren Vorstandsvorsitzenden 2025 über 100 Millionen Dollar gezahlt zu haben. Die zehn bestbezahlten CEOs verdienten zusammen über eine Milliarde Dollar.

Auf der Eigentümerseite: rund 1.000 identifizierte Milliardäre erhielten 2025 79 Milliarden Dollar an Dividenden. Das sind 2.500 Dollar pro Sekunde. Bernard Arnault (LVMH) - 3,8 Milliarden. Amancio Ortega (Inditex/Zara) - 3,7 Milliarden.

Der Geschäftsführer von Oxfam sagt das, was alle ihre Studien seit Jahren sagen: Regierungen müssen Vorstandsgehälter begrenzen, die Superreichen fair besteuern und sicherstellen, dass Mindestlöhne wenigstens der Inflation folgen.

Auf dem Balkan ist das keine Neuigkeit, aber die Zahl schockiert. Erinnern wir uns hier an ein Unternehmen, das die Arbeiter behielt, als die Krise zuschlug, während die Vorstände ihre Boni behielten? Der globale Trend ist derselbe, nur mit mehr Nullen. Die Frage ist einfach: was schafft das? Und warum stoppt das niemand?