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Ramp ist jetzt 60 Milliarden Dollar wert, 16 Milliarden mehr als vor vier Monaten: eine Firma für Spesenabrechnung, deren Investor ein Rennen mit Anthropic ankündigt

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Ramp ist jetzt 60 Milliarden Dollar wert, 16 Milliarden mehr als vor vier Monaten: eine Firma für Spesenabrechnung, deren Investor ein Rennen mit Anthropic ankündigt

Vor vier Monaten sammelte Ramp 750 Millionen Dollar (669 Millionen Euro) bei einer Bewertung von 44 Milliarden Dollar ein. Jetzt sammelt das Unternehmen 1,85 Milliarden Dollar (1,65 Milliarden Euro) und ist 60 Milliarden Dollar (53,5 Milliarden Euro) wert. Das sind 16 Milliarden Dollar mehr in einer einzigen Saison - für eine Firma, die man von Firmenkreditkarten und einer App zur Spesenerfassung kennt.

Die Runde wird gemeinsam von fünf Fonds angeführt: Dragoneer Investment Group, Thrive Capital, Founders Fund, Sands Capital und Avenir Growth. Damit hat Ramp insgesamt rund 5 Milliarden Dollar (etwa 4,5 Milliarden Euro) eingesammelt.

Die Zahlen, mit denen das Unternehmen den Sprung begründet: ein hochgerechneter Jahresumsatz von über 2 Milliarden Dollar (1,78 Milliarden Euro), gegenüber gemeldeten 1,5 Milliarden Dollar im Juni. Das Zahlungsvolumen über die eigenen Produkte liegt bei über 275 Milliarden Dollar im Jahr, ein Plus von 175 Prozent binnen eines Jahres. Es gibt 85.000 Kunden statt 70.000 im Juni, darunter Visa, Uber, Shopify und Figma. Alle diese Zahlen stammen vom Unternehmen selbst.

Ramp ist längst nicht mehr nur eine Karte. Im Angebot sind Zahlungen, Betrugserkennung, Beschaffung, Lieferantenmanagement und Buchhaltung. Und KI ist überall, zumindest in den Pressemitteilungen: KI-Agenten in allen Produkten, eine Firmenkarte für die KI-Agenten selbst, ein seit August angebotener Dienst, der Anfragen an verschiedene Modelle weiterleitet, und Glass, ein Bereich, in dem Mitarbeitende ihre selbst gebauten Automatisierungen und KI-Anleitungen sammeln und teilen.

Christian Jensen, Partner bei Dragoneer, sagt: „In nur wenigen Jahren hat sich Ramp zu einer viel breiteren Plattform für Finanzprozesse entwickelt.“ Keith Rabois, einer der frühen Investoren, geht weiter. Der Konkurrent Rippling, mit dem Ramp um die Budgets der Finanzabteilungen kämpft, sei kein Problem: „Ramp macht sich keine Sorgen um Rippling.“ Dann folgt der große Satz: „Wir werden mit Anthropic konkurrieren.“

Eine Firma für Spesenabrechnung, die sich mit einem KI-Labor misst - das ist entweder Vision oder ein Satz, geschrieben für die nächste Finanzierungsrunde. Wie viele Firmen bei uns sammeln am Monatsende noch Belege im Umschlag und bringen sie zum Steuerberater? In Amerika ist die Automatisierung dieser langweiligen Arbeit jetzt 60 Milliarden Dollar wert.