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Selenskyj beendet die Pause bei Angriffen auf russische Raffinerien: „Es war kein technisches Problem, es war eine Frage des Willens“

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Selenskyj beendet die Pause bei Angriffen auf russische Raffinerien: „Es war kein technisches Problem, es war eine Frage des Willens“

Die Ukraine wird ihre Angriffe auf russische Raffinerien fortsetzen. „Die Beschränkung der Angriffe auf Raffinerien gilt nicht mehr. Damit ist Schluss“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj der Financial Times. Zwei Sätze, mit denen Kiew öffentlich die Pause beendete, die es nach Trumps Ankündigung einer Energiewaffenruhe eingelegt hatte.

Selenskyj schonte auch die amerikanischen Verbündeten nicht. Er kritisierte Washingtons Bereitschaft, Geschäfte mit Moskau zu machen, und Donald Trumps offensichtliche Begeisterung für Wladimir Putin. Der Hintergrund ist ungewöhnlich: Trump forderte die Ukraine am Samstag auf, Selenskyj abzulösen, und griff die ukrainischen Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur scharf an - einen Tag, nachdem er ein Abkommen mit Russland über Diesellieferungen verkündet hatte, mit dem er die Kraftstoffpreise beruhigen will, die seit Beginn des amerikanisch-israelischen Krieges gegen Iran im Februar steigen.

Eine Pause, die teuer wurde

Die Ukraine hat tatsächlich innegehalten. Nach der Vereinbarung über die Energiewaffenruhe griff Kiew zwei Tage lang keine russischen Raffinerien und keine andere Energieinfrastruktur an. Statt Dank standen die ukrainischen Streitkräfte laut Selenskyj ohne die amerikanischen Frühwarnsysteme für ballistische Raketen da. Gleichzeitig wurde Elon Musks Satellitendienst Starlink im ganzen Land gedrosselt, was die Operationen an der Front und Angriffe mittlerer Reichweite auf russische Militärziele erschwerte.

Ukrainische Militärs, sagt Selenskyj, seien von ihren amerikanischen Kollegen gewarnt worden, sie würden keine Geheimdienstdaten mehr erhalten, wenn sie die Angriffe auf Energieziele nicht einstellten. Später wurde Kiew erklärt, es habe sich um ein technisches Problem gehandelt. Selenskyj glaubt das nicht: „Es war kein technisches Problem, es war eine Frage des Willens.“

Der Preis eines neuen Deals

Auf die Frage, ob die Ukraine die Angriffe auf die Energieinfrastruktur einstellen würde, um die Beziehungen zum Weißen Haus zu kitten, antwortete Selenskyj, er könne nur im Gegenzug für zusätzliche amerikanische Abfangraketen für die Patriot-Systeme zustimmen. Eine solche Lieferung nannte er das „Minimum“, das für die Ukraine akzeptabel sei.

In dieser Geschichte bekam Moskau einen Dieseldeal, Washington hofft auf ruhigere Spritpreise, und Kiew blieben ein gedrosseltes Starlink und ein Himmel ohne amerikanische Raketenwarnung. Wie oft haben kleine Staaten schon erfahren, dass ein Bündnis mit einer Großmacht nur so lange hält, bis die Großmacht auf der anderen Seite des Tisches ein besseres Geschäft findet?