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Er fuhr 168 bei erlaubten 80 und dachte, er sei davongekommen: die erste Festnahme in Tabanovce durch eine Kamera, nicht durch eine Streife

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Er fuhr 168 bei erlaubten 80 und dachte, er sei davongekommen: die erste Festnahme in Tabanovce durch eine Kamera, nicht durch eine Streife

Um 13:15 Uhr am 21. August stoppten Polizeibeamte am Grenzübergang „Tabanovce” bei der Ausreise aus Mazedonien einen Porsche mit niederländischen Kennzeichen. Der Fahrer, ein 35-jähriger niederländischer Staatsbürger, dachte, er verlasse gerade das Land. Stattdessen wurde er festgenommen.

Der Grund war nichts, was die Polizei am Übergang selbst gesehen hätte. Eine Abfrage im System „Safe City” zeigte, dass der Fahrer als Täter einer Straftat nach Artikel 297-A des Strafgesetzbuchs erfasst war - rücksichtsloses Führen eines Kraftfahrzeugs. Er war mit 168 Kilometern pro Stunde auf einem Abschnitt unterwegs, auf dem 80 erlaubt sind.

Doppelt so schnell wie erlaubt. Nicht zehn, nicht zwanzig Kilometer darüber - doppelt. Und erfasst hat es eine Kamera, keine Streife. Das heißt: Der Mann fuhr so, ohne dass ihn ein einziges Mal jemand aufgehalten hätte.

Es ist der erste Fall dieser Art in Tabanovce, und genau deshalb ist er interessant. Bisher war die Logik simpel: Ein Ausländer begeht einen Verstoß, fährt über die Grenze, Ende der Geschichte. Das kennzeichenlesende System hat diese Rechnung verändert - die Strafe kommt bei der Ausreise, wenn es für Erklärungen zu spät ist.

Gegen den Niederländer wird Anzeige erstattet. Er wird in Mazedonien vor Gericht stehen, für eine in Mazedonien begangene Tat, entdeckt von mazedonischen Kameras.

Dass ein Teil der ausländischen Fahrer heftig auf das neue Regime reagiert, ist nachvollziehbar. Aber 168 bei erlaubten 80 ist kein falsch gelesenes Schild und keine Unsicherheit auf unbekannter Strecke. Das ist eine Entscheidung am Steuer - und das System hat genau das getan, wofür es bezahlt wurde.