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81 Tonnen Wasser stoppten das Feuer bei Nikustak nicht: Ein Schützenpanzer mit sechs Tonnen wartet hundert Meter vor den ersten Häusern

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81 Tonnen Wasser stoppten das Feuer bei Nikustak nicht: Ein Schützenpanzer mit sechs Tonnen wartet hundert Meter vor den ersten Häusern

Das Feuer, das am 20. August vormittags bei den letzten Häusern des Dorfes Nikustak in der Gemeinde Lipkovo ausbrach, entflammte heute unter starkem Wind erneut und teilte sich in zwei Arme. Einer zieht bergauf Richtung Kloster „Sveta Bogorodica” oberhalb von Matejce. Der andere kehrt zurück nach Nikustak.

Die Zahlen beschreiben die Lage besser als jede Erklärung. Löschflugzeuge der Direktion für Schutz und Rettung warfen 81 Tonnen Wasser über der Ausbruchsstelle ab. Trotzdem breitete sich der Brand über Nacht weiter aus und galt am Morgen als außer Kontrolle.

Ein Schützenpanzer mit sechs Tonnen Wasser, hundert Meter vor den ersten Häusern

Rund fünfzig Menschen sind im Einsatz - Teams des Staatsbetriebs „Nationale Wälder”, Einheiten der Direktion, die Feuerwehr Kumanovo mit drei Fahrzeugen und Anwohner. Vier Spezialfahrzeuge vom Typ Pinzgauer stehen dort, wo das Gelände Zugang erlaubt.

Das aussagekräftigste Detail ist der Schützenpanzer. Ein Fahrzeug mit einem Sechs-Tonnen-Wassertank wurde herangeführt und in Stellung gebracht, um eingesetzt zu werden, falls das Feuer die Linie durchbricht und das Dorf unmittelbar verteidigt werden muss. Die ersten Dorfhäuser liegen hundert Meter von den Flammen entfernt.

Direktionschef Stojance Angelov erklärte am Nachmittag, Matejce dürfte nicht direkt bedroht sein, und verwies darauf, dass es sich um ein bewohntes Dorf handele, dessen Bewohner den Einsatzkräften helfen könnten - wie schon am Vortag. Eine zutreffende Einschätzung und zugleich ein Eingeständnis: Die Verteidigung des Dorfes stützt sich teilweise auf die Dorfbewohner selbst.

Fünfzehn aktive Brände, vier schwere

In der Morgenbilanz des Krisenmanagementzentrums wurden für den Zeitraum vom 20. August bis 7:30 Uhr am 21. August 35 Freilandbrände erfasst - fünf aktiv, zwei unter Kontrolle, 28 gelöscht. Bis zum Nachmittag kamen neue hinzu. Angelov meldete landesweit mehr als 15 aktive Brände, vier davon schwerwiegend: in Mariovo, Makedonski Brod, Studenicani und Nikustak.

In Mariovo ist eine Front, die vor wenigen Tagen über 20 Kilometer lang war, inzwischen auf ein bis zwei Kilometer nahe dem Dorf Krusevica geschrumpft. Feuerwehrleute aus Prilep stoppten die Flammen mit einem Gegenfeuer entlang einer zuvor angelegten Schneise vor dem Dorf Podmolje. Bei Dragovdol in Makedonski Brod ist der Brand kleiner geworden, doch unzugängliches Gelände verhindert Löscheinsätze aus der Luft. In Studenicani, Richtung Kitka, warfen drei Löschflugzeuge in zwei Anläufen 20 Tonnen Wasser ab.

Angelov erwähnte auch etwas, das selten in offizielle Mitteilungen gelangt: Die von der Feuersbrunst bedrohten Dörfer bei Prilep sind leer, ohne feste Einwohner. In Lopatica halten sich nur zwei Personen auf, das Dorf hat rund fünfzig Häuser.

Das ist die zweite Geschichte unter der ersten. Das Feuer bewegt sich durch Gelände, das mit hohem trockenem Gras, Sträuchern und Dornen zugewachsen ist - Gelände, das so wurde, weil dort niemand mehr lebt, der es pflegt. Ein entleertes Dorf ist nicht nur Sozialstatistik; es ist Brennmaterial.

Das Krisenmanagementzentrum appelliert an die Bürger, sofort Schutzstreifen aus blanker Erde um Häuser und Grundstücke anzulegen. Ein sinnvoller Rat - und zugleich einer, der zeigt, wo die Grenze dessen liegt, was der Staat an ihrer Stelle tun kann.