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Vila Nova de Gaia - die Stadt am gegenüberliegenden Ufer von Porto, in der jeder Portwein seit 1692 lagert

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Vila Nova de Gaia - die Stadt am gegenüberliegenden Ufer von Porto, in der jeder Portwein seit 1692 lagert

Auf 500 Metern Entfernung über den Douro von Porto liegt Vila Nova de Gaia - eine Stadt, die offiziell nicht Porto ist, ohne die aber keinerlei Portwein existieren würde. Hier sitzen die ältesten Häuser für angereicherten Wein: Taylor's von 1692, Sandeman von 1790, Graham's von 1820. Du überquerst die berühmte Dom-Luís-I-Brücke und stehst sofort in den Kellern, die das Getränk lagern, das England forderte, als es vor 300 Jahren Barrikaden gegen französische Weine errichtete.

Hier kommt man nicht nur zum Verkosten. Die Weinkeller sind der schwerere Teil der Geschichte - aber das spannendste Neue ist WOW (World of Wine), ein neuer Komplex, der die Geschichte des Weins in Kunst übersetzt, nicht in touristisches Geplapper. Die Gewölbe, die jahrhundertelang die Bestände hüteten, beherbergen heute auch ein Michelin-Restaurant, während das Ufer noch immer die originalen Rabelo-Boote trägt - dieselben, die einst Fässer den Douro hinabbrachten.

Für den wandernden Touristen: Nimm die Seilbahn von Gaia, geh entlang der Holzstege am Fluss und versäume nicht Serra do Pilar - einen Klostergarten mit dem schönsten Blick auf Porto. Am Ende der Promenade gibt es auch Strände - Praia de Lavadores und Praia de Miramar - und eine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert auf einem Felsen, genannt Senhor da Pedra.

Für ein Balkan-Budget ist Gaia für die Unterkunft die vernünftigere Wahl als Porto - dieselbe Brücke, aber die Preise sind etwa ein Drittel niedriger. Das Tivoli Kopke Porto Gaia, eröffnet 2025, nutzt Portugals ältestes Weingut als Luxushotel, aber es gibt auch kleinere Gästehäuser in der Nachbarschaft für 60-80 Euro die Nacht. Ideal für ein dreitägiges Wochenende - mit Kaffee am Morgen am Fluss und einem Port zum Sonnenuntergang.