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Warum Paris im Juni allen gehört: die Stadt, die in einem Monat mehr bündelt, als man sehen kann

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Warum Paris im Juni allen gehört: die Stadt, die in einem Monat mehr bündelt, als man sehen kann

Jede Stadt hat ihren Monat, und für Paris ist es der Juni. Dann füllen sich Innenhöfe, Terrassen und Boulevards mit bekannten Gesichtern, Content-Creators und Reisenden aus aller Welt - nicht zufällig, sondern weil die Stadt in einem Monat so viele Ereignisse bündelt, dass es schwerfällt zu wählen, wo man anfangen soll.

Der Kalender quillt über. Roland Garros schließt seinen Tenniszyklus ab, dann folgen die Musikfestivals; die Fête de la Musique am 21. Juni verwandelt die ganze Stadt in eine kostenlose Bühne, auf der an jeder Ecke etwas anderes spielt. Dazu kommen das Pferderennen-Spektakel am Fuß des Eiffelturms, die Pride-Parade am 27. Juni, die Herren-Fashion-Week gegen Monatsende und der Sommerschlussverkauf, der am 24. Juni beginnt. Mit anderen Worten - es ist unmöglich, sich zu langweilen.

Doch das echte Paris liegt nicht in den Ereignissen, sondern in den Zwischenräumen. Creators, die die Stadt kennen, empfehlen, sich in Montmartre und Le Marais zu verlieren, sich in ein altes Café ohne englische Karte zu setzen, an der Seine etwas zu trinken, statt von Attraktion zu Attraktion zu hetzen. „Es hat eine besondere Atmosphäre, wenn man etwas trinkt, während man am Fluss entlangspaziert", sagt eine von ihnen - und genau das ist der Punkt. Die Stadt erobert man nicht mit einer Liste, man nimmt sie im Tempo auf.

Für einen Reisenden vom Balkan ist Paris im Juni teuer, überfüllt und überbewertet - und doch wenigstens einmal wert. Nicht wegen des Eiffelturms, der aussieht wie auf allen Postkarten, sondern weil ein gewöhnlicher Bäckereigeruch am Morgen oder ein Jazzkeller, versteckt in einer engen Gasse, länger bei dir bleibt als jedes Touristenfoto. Geh nur nicht im Juni, wenn du Menschenmengen nicht erträgst - die Stadt gehört dann allen, nicht nur dir.