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Zipline sammelt 1,5 Milliarden Dollar ein und ist jetzt 21,5 Milliarden wert: Mit Walmart wurden 300 neue Drohnenstandorte vereinbart, heute sind es 21

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Zipline sammelt 1,5 Milliarden Dollar ein und ist jetzt 21,5 Milliarden wert: Mit Walmart wurden 300 neue Drohnenstandorte vereinbart, heute sind es 21

Das Start-up, das damit begann, Blut zu Krankenhäusern in Ruanda zu bringen, ist jetzt 21,5 Milliarden Dollar wert (rund 18,7 Milliarden Euro). Zipline hat 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) frisches Kapital eingesammelt und zugleich einen neuen mehrjährigen Vertrag mit Walmart geschlossen: 300 neue Standorte für Drohnenlieferungen in den USA. Heute haben beide Unternehmen zusammen 21 aktive Standorte.

Angeführt wird die Runde von Paradigm, WCM Investment Management und Layer Global, dabei sind auch Valor Equity Partners, Fidelity, Uber, Tiger Global, J.P. Morgan, ARK Invest und Salesforce Ventures. Wenn in einer Runde eine Wall-Street-Bank und der Fahrdienst Uber sitzen, wettet die ganze Liste im Grunde darauf, dass der Himmel über amerikanischen Vororten zu einem weiteren Logistiknetz wird.

Der Weg hierher ist länger, als er aussieht. Zipline wurde 2014 gegründet und flog zuerst in Ruanda Blut aus, dann in Ghana und Nigeria. In den USA begann das Unternehmen 2020 mit medizinischem Material für Novant Health in North Carolina, mit Walmart einigte es sich ein Jahr später. Der eigentliche Durchbruch kam 2022 mit der Genehmigung der US-Luftfahrtbehörde FAA für kommerzielle Langstreckenflüge.

Heute transportieren die Drohnen Lebensmittel, Waren aus Geschäften, Agrar- und Gesundheitsprodukte in fünf afrikanischen Ländern, mehreren US-Städten und Japan. Für die Lieferung nach Hause dient Platform 2, die bis zu 3,6 Kilogramm über rund 16 Kilometer trägt. Die größere Platform 1 fliegt bis zu rund 190 Kilometer hin und zurück und ist für Firmen und staatliche Institutionen gedacht.

Das Geld fließt in den Ausbau der Produktion in den USA und in neue Stellen für ein landesweites Netz. Das Unternehmen sagt, sein Anteil an den Lieferumsätzen sei zwischen März und Oktober von 10,8 auf 34,9 Prozent gestiegen. Eine schöne Zahl, veröffentlicht genau am Tag der Finanzierungsrunde, ohne Erklärung, auf welchen Markt sich dieser Anteil genau bezieht.

Die Ironie liegt auf der Hand: Die Technik wurde für Orte entwickelt, an denen der Weg ins Krankenhaus lang und ungewiss ist, und jetzt bringt das große Geld sie in amerikanische Vororte, vor die Türen von Walmart-Kunden. Werden Drohnen mit Blut und Medikamenten je die Bergdörfer des Balkans erreichen - oder bleiben sie ein Luxus für Supermarktbestellungen?