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Adi Šoše am 26. September unter dem Pylon der Ada-Brücke in Belgrad - die Stimme, die bis 2017 nicht vor Publikum singen konnte

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Adi Šoše am 26. September unter dem Pylon der Ada-Brücke in Belgrad - die Stimme, die bis 2017 nicht vor Publikum singen konnte

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Adi Šoše beschließt den Belgrader Sommer mit einem Konzert unter dem Pylon der Ada-Brücke, am 26. September ab 18 Uhr. Der Mostarer, der bis Ende 2017 wegen Angststörungen keine einzige Bühne betreten hatte, füllt keine zehn Jahre später mit eigener Band ein Plateau in der serbischen Hauptstadt.

Šošes Geschichte ist alles andere als die übliche Schlagerbiografie. Geboren wurde er am 29. Dezember 1992 in Mostar, machte eine elektrotechnische Ausbildung zum Telekommunikationstechniker und studierte danach Bauingenieurwesen in seiner Heimatstadt. Singen übte er an der Mostar Rock School, doch jahrelang traute er sich nicht vor Publikum. Der erste echte Durchbruch kam 2019 bei „Zvezde Granda“, wo er bis ins Halbfinale kam. Im selben Jahr wurde er Leadsänger von Miligram. Dort blieb er bis 2021, dann ging er allein weiter.

Die Solokarriere brachte 2023 das erste Album „Nije lako biti ja“, danach Auftritte bei Melodije Jadrana mit „Najljepši cvijet“ und „Zrno nade“. Die Hits „Od jeseni do proljeća“ und „Pusto ostrvo“ zogen sich quer durch die Region, und die Streamingzahlen stellten ihn unter die meistgespielten Balkanstimmen der letzten Jahre. Was ihn heraushebt: Er singt mit vollem Umfang, ohne Produktion, die die Stimme zudeckt.

Nach Belgrad kommt er mit der AL-Music-Band, im Rahmen des Programms Avalsko leto, auf einer Tour mit dem Namen „Daljine“. Das Plateau unter dem Pylon der Ada-Brücke ist ein offener Raum mit Blick auf die Save. Für akustische Arrangements und eine große Band heißt das: Der Klang breitet sich über dem Wasser aus, statt von Hallenwänden zurückzuprallen. Beginn ist um 18 Uhr, früher als bei Konzerten dieser Größe üblich.

Tickets über tickets.rs beginnen bei 1.200 Dinar, in mazedonischem Geld rund 630 Denar. Für den Preis eines Abends in einer Skopjer Kafana hört man also einen Mann, der das Singen vor dem Spiegel gelernt hat, weil er es vor Menschen nicht konnte.