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Keine Mode, aber nicht jede Sorte taugt für dasselbe: Was man vor dem Magnesiumkauf wissen sollte

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Keine Mode, aber nicht jede Sorte taugt für dasselbe: Was man vor dem Magnesiumkauf wissen sollte

Der September ist der Monat, in dem sich die Magnesiumregale in den Apotheken leeren. Zurück in den Job, zurück in die Schule, ein Kalender, der plötzlich vierzig Verpflichtungen hat - und irgendwo auf diesem Weg sagt jemand, dir fehle Magnesium. Die Diätologin und Ernährungsberaterin Vanesa León sagt, das sei nicht bloß Mode, doch es gebe ein Detail, das alle überspringen: Nicht jede Magnesiumsorte taugt für dasselbe.

Die Logik hinter dem erhöhten Bedarf ist einfach und hat nichts mit Trends zu tun. In Phasen erhöhten Stresses verbraucht der Körper mehr Magnesium, als die Standardempfehlungen für die Ernährung vorsehen. Hinzu kommt: Bei dauerhafter Wachsamkeit und Anspannung verliert der Körper mehr Magnesium über den Urin. Der Bedarf steigt also von zwei Seiten gleichzeitig, während die Zufuhr gleich bleibt.

Der erste Schritt ist ihrer Ansicht nach kein Fläschchen, sondern ein Teller. Samen und Nüsse gehören zu den reichsten Quellen, und hier kommt die alte Angst ins Spiel - Kalorien. Ein paar Samen als Topping sind kein Problem, und Nüsse abzulehnen, weil sie „fettig sind“, heißt, eine der zugänglichsten Quellen wegzuwerfen. Auch dunkle Schokolade mit mindestens 85 Prozent Kakao liefert dieses Mineral. Kaum jemand betrachtet sie als Lebensmittel, aber genau das ist sie.

Wenn es doch ein Präparat sein soll, entscheidet die Sorte. Bisglycinat dient der Stressbewältigung und der Regulation des Nervensystems, besonders zusammen mit B6. Malat oder Citrat ist für Menschen mit hoher körperlicher Aktivität und regelmäßigem Training. Carbonat ist für Verstopfung und die Regulierung der Darmtätigkeit. Drei verschiedene Ziele, drei verschiedene Verbindungen - und in der Apotheke stehen alle drei im selben Regal unter demselben Namen.

Der Zeitrahmen ist der Teil, der am häufigsten ignoriert wird. Mindestens einen Monat, höchstens drei. Nicht dauerhaft, nicht „solange die Packung reicht“, nicht über Jahre. Ständige Einnahme ohne Grund ist keine Vorsicht, sondern eine Gewohnheit, die niemand hinterfragt hat.

Bevor die Frage nach einem Präparat überhaupt aufkommt, empfiehlt León den weiteren Blick: wie viel und wie gut man schläft, wie man isst, wie viel man sich bewegt und wie lange die stressige Phase dauert. Fällt eine dieser Antworten schlecht aus, ist das Präparat ein Pflaster, keine Lösung. Und wenn Beschwerden anhalten, Medikamente im Spiel sind oder eine Vorerkrankung besteht, gehört das Gespräch zum Arzt - nicht ins Apothekenregal.