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23 Brände in 24 Stunden: Die Deponien brennen nach Fahrplan, und die Liste der Gemeinden ist jeden Sommer dieselbe

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23 Brände in 24 Stunden: Die Deponien brennen nach Fahrplan, und die Liste der Gemeinden ist jeden Sommer dieselbe

Dreiundzwanzig Brände im Freien in 24 Stunden. Zwanzig bis zum Morgen gelöscht, zwei noch aktiv, einer unter Kontrolle. Das ist die Buchführung eines Augusttages in Makedonien, veröffentlicht vom Zentrum für Krisenmanagement als routinemäßige Morgeninformation.

Und genau das ist das Problem - dass sie Routine ist.

Der schwerste aktive Brand wütet in der Gemeinde Makedonski Brod, beim Ort Viduš in der Nähe des Dorfes Dragov Dol. Betroffen sind niedrige Vegetation, Niederwald und Gebüsch. Der zweite aktive Brand liegt im Kumanovoer Viertel Sredorek, wo Müll brennt. Unter Kontrolle ist das Feuer auf der städtischen Deponie in Delčevo.

Schauen Sie sich die Liste an, dort steckt die Geschichte

Am Abend zuvor hatte das Zentrum bis 18 Uhr 15 Brände registriert - sechs aktiv, zwei unter Kontrolle, sieben gelöscht. Die Karte dieser Brände ist fast eine geografische Übersicht des Landes: Struga bei Dolna Belica, Centar Župa bei Plarenik, Kičevo nahe der türkischen Friedhöfe, Bitola bei Bukri, Dolneni bei Žitoše. Die gelöschten - Novaci an der Straße vor dem Kraftwerk Bitola, Veles bei Kulata, Bosilovo zwischen Turnovo und Sekirnik, Štip bei Lakavica, Gradsko neben „Žito Vardar", Negotino beim Truppenübungsplatz Krivolak, Aračinovo.

Beachten Sie, was am häufigsten brennt: niedrige Vegetation, Stoppelfelder, Gebüsch, Müll, Deponien. Das sind keine Waldkatastrophen, die vom Himmel fallen. Das sind Brände, die auf menschlicher Ebene beginnen - eine weggeworfene Zigarette, nach der Ernte angezündete Stoppeln, eine Deponie, die wochenlang schwelt, weil niemand sie abgedeckt hat.

Die Deponien sind eine eigene Geschichte

Unter den aktiven und kontrollierten Bränden sind Deponien ein wiederkehrendes Motiv. Kriva Palanka an der Stadtausfahrt. Die städtische Deponie in Delčevo. Müll in Sredorek. Wenn eine kommunale Deponie im August Feuer fängt, ist das kein Unglück - es ist die vorhersehbare Folge der Art, wie mit Abfall umgegangen wird. Müll, der monatelang auf Haufen liegt, auf ausgetrocknetem Gelände, bei über dreißig Grad, fängt irgendwann schlicht zu brennen an.

Der Unterschied zwischen einem Deponiebrand und einem Waldbrand ist, dass der erste eine genaue Adresse und einen genauen Betreiber hat. Warum ist das Bild dann jeden Sommer dasselbe?

Hohe Temperaturen, ausgetrocknete Vegetation, dasselbe Szenario

Die Bedingungen sind objektiv - hohe Temperaturen und ausgetrocknete Vegetation, bei denen sich auch eine kleine Feuerquelle schnell über große Flächen ausbreiten kann. Das stimmt, und niemand behauptet das Gegenteil. Aber das Klima legt kein Feuer auf einer Deponie und zündet keine Stoppeln neben der Autobahn an.

Dreiundzwanzig Brände an einem Tag klingen alarmierend, bis man sich an die Zahl gewöhnt. Und wir haben uns gewöhnt. Das Zentrum gibt ein Bulletin heraus, die Medien geben es weiter, und am nächsten Morgen ist die Zahl ähnlich. Was fehlt, ist nicht die Information - wir haben präzise Angaben, bis zum Namen des Dorfes. Es fehlt jemand, der sich diese Liste ansieht und fragt, warum dieselbe Gemeinde jeden Sommer darauf steht.