Ein ausländischer Botschafter schockiert von Strugas Deponie: 30 Meter Müll am Ohridsee
09.06.2026
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12.04.2026
Während Städte weltweit darum kämpfen, die WM auszurichten, tat ein Bürgermeister vor einigen Jahren etwas fast Unerhörtes - er sagte „nein". Rahm Emanuel, damals Bürgermeister von Chicago, zog die Stadt 2018 mit einer einfachen Begründung aus der Bewerbung für die WM 2026 zurück: „Schon mit der Mathematik der Grundschule weiß ich, dass die Rechnung nicht aufgeht."
Die Rechnung ging tatsächlich nicht auf. Die FIFA erwartete Einnahmen von über 11 Milliarden Dollar aus dem Turnier, während die Gastgeberstädte die Kosten für öffentlichen Verkehr, Sicherheit, medizinische und Feuerwehrdienste und den Schutz von VIP-Gästen tragen sollten. Mit anderen Worten: Die Organisation kassiert die Milliarden, die lokalen Steuerzahler zahlen die Rechnungen.
Es gab auch absurde Forderungen. Die FIFA wollte ein bewegliches Dach über dem Stadion „Soldier Field" - ein Projekt, geschätzt auf 50 bis 100 Millionen Dollar - auf einem Gebäude mit historischem Status. Der durchschnittliche Ticketpreis erreichte 1.000 Dollar, was bedeutete, dass gewöhnliche Bürger ein Ereignis subventionieren sollten, das sie sich selbst nicht leisten können. Emanuel verweigerte ihnen auch eine Verkaufssteuerbefreiung auf die Tickets.
Heute teilen sich 16 Städte in drei Ländern die WM - Kanada, Mexiko und die USA. Chicago ist nicht darunter, und nach den Zahlen zu urteilen, ist das vielleicht kein Verlust, sondern eine Ersparnis. Für den Balkanleser klingt die Geschichte vertraut: Große Sportspektakel werden fast immer als Investition in die Zukunft verkauft, und die Rechnung dafür landet in der Tasche des gewöhnlichen Bürgers, lange nachdem die Lichter ausgegangen sind. Wie oft haben wir dieselbe Rechnung schon bei uns gesehen?
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