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Spaniens frühere Ministerin Fátima Báñez stirbt beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge bei Toledo: Sie saß im am schwersten beschädigten Wagen

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Spaniens frühere Ministerin Fátima Báñez stirbt beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge bei Toledo: Sie saß im am schwersten beschädigten Wagen

Der Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge bei Urda in der Provinz Toledo hat auch das Leben der früheren spanischen Arbeitsministerin Fátima Báñez gekostet. Sie war 59 Jahre alt. Sie reiste mit einem Zug der Gesellschaft Iryo nach Sevilla, wo sie am Unternehmenstag teilnehmen sollte, dem jährlichen Treffen des spanischen Arbeitgeberverbands CEOE. Der Zug stieß auf der Schnellfahrstrecke Madrid - Sevilla mit einem Renfe-Zug zusammen, der ersten Hochgeschwindigkeitslinie, die Spanien bereits 1992 erhielt.

Stundenlang wusste niemand, was mit ihr geschehen war. Der Präsident von Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, sagte nur, was sicher war: „Was wir wissen, ist, dass sie im am schwersten beschädigten Wagen saß.“ Sevillas Bürgermeister José Luis Sanz mahnte zur Vorsicht - vielleicht sei sie verletzt, vielleicht habe sie ihr Telefon verloren und könne sich nicht melden. Die Hoffnung hielt, bis ihre Leiche gefunden wurde.

Báñez wurde am 6. Januar 1967 in San Juan del Puerto in der Provinz Huelva geboren. Sie studierte Jura und Wirtschaft an der Universität Comillas (ICADE) und war seit 2000 Abgeordnete für Huelva. Im Dezember 2011 wurde sie Ministerin für Beschäftigung und Sozialversicherung in der Regierung von Mariano Rajoy und blieb fast sieben Jahre im Amt. Sie verantwortete die Arbeitsmarktreform von 2012, 2016 leitete sie zudem kommissarisch das Gesundheitsministerium. Seit Dezember 2019 war sie Präsidentin der CEOE-Stiftung.

Sie hinterlässt ihren Ehemann Jaime Alonso, der im Bankwesen arbeitet, und ihre zwei Kinder.

Politiker behalten wir meist wegen der Gesetze in Erinnerung, die sie unterschrieben haben, und wegen der Debatten im Parlament. Báñez starb an einem ganz gewöhnlichen Ort - auf einer regulären Dienstreise, im Zug, auf einer Strecke, die Spanien seit Jahrzehnten als Vorbild für schnellen und sicheren Verkehr präsentiert. Jetzt haben die Ermittler das Wort: Wie konnten zwei Züge auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zusammenstoßen, und wer wird dafür geradestehen?