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Lionel Messis Rosario: die Schule Nummer 66, der Klub, in dem er mit vier Jahren zu spielen begann, und ein 69 Meter hohes Wandbild über dem Paraná

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Lionel Messis Rosario: die Schule Nummer 66, der Klub, in dem er mit vier Jahren zu spielen begann, und ein 69 Meter hohes Wandbild über dem Paraná

Vergangenen Freitag überreichte Prinzessin Leonor in Oviedo Lionel Messi im Teatro Campoamor den Prinzessin-von-Asturien-Preis für Sport. Der achtmalige Ballon-d'Or-Gewinner kam mit Antonela Roccuzzo, vor dem Hotel de la Reconquista empfingen ihn Dudelsäcke, und er traf auch Schüler. Doch wenn er über sich spricht, kehrt Messi immer an einen Ort zurück. „Es ist der Ort, an dem ich geboren wurde, an dem ich schöne Momente in meiner Kindheit verbracht habe“, schrieb er für die argentinische Zeitung „La Nación“.

Rosario, die Stadt am Paraná

Rosario ist mit gut einer Million Einwohnern die drittgrößte Stadt Argentiniens, in der Provinz Santa Fe. Hafen, Universitäts- und Kulturzentrum am Ufer des Paraná. Die Stadt hat sogar eine offizielle Touristenroute auf Messis Spuren, die man auf eigene Faust ablaufen kann.

Alles beginnt in La Bajada, dem Viertel, in dem die Familie Messi lebte, bis Leo 13 wurde und nach Barcelona ging. Geboren wurde er am 24. Juni 1987 im Krankenhaus Italiano Garibaldi. Heute lebt er in den USA und spielt für Inter Miami, doch den Fußballer hat La Bajada geformt.

Die Schule, der Klub und die Großmutter

Erste Station ist die Grundschule Nr. 66 „General Las Heras“. Ehemalige Mitschüler beschreiben ihn als stilles, schüchternes Kind, das in den Pausen nur aufblühte, wenn ein Ball auftauchte. Ein paar Blocks weiter liegt der Klub Abanderado Grandoli, wo er mit vier Jahren zu spielen begann. Die Geschichte ist fast filmreif: Seine Großmutter brachte ihn zu den Spielen, und als ein Spieler nicht kam, setzte sie durch, dass ihr Enkel aufs Feld durfte. Das Team gewann, und der kleine Leo schoss eines der Tore.

Dann folgt der Komplex Malvinas Argentinas mit der Kinderfußballschule von Newell's Old Boys, wo Messi die Jugendmannschaften durchlief. Das Stadion des Klubs, das „Marcelo Bielsa“, nennen die Einheimischen den „Koloss des Parks“. Auf der Route liegt auch Central Córdoba, ein weiterer Klub aus Rosario, der mit seinen Anfängen verbunden ist.

Das Museum und die Wandbilder

Nur wenige Meter vom Haus seiner Kindheit entfernt steht das Sportmuseum von Santa Fe, auf dem früheren Gelände des Bataillons 121. Als Kinder schlichen sich Leo und seine Freunde auf das Bataillonsgelände, um Ball zu spielen. Heute gibt es dort eine eigene Messi-Abteilung - mit dem Ballon d'Or und dem Goldenen Schuh, die er gespendet hat, und einer Nachbildung des WM-Pokals von 2022.

Das größte Symbol steht an der Avenida Libertad, nahe dem Nationalen Flaggendenkmal am Paraná: das Wandbild „Aus einer anderen Galaxie und aus meiner Stadt“, 69 Meter hoch und 14 Meter breit. In La Bajada steht sein Gegenstück, „Aus einer anderen Galaxie und aus meinem Viertel“, auf einem weiteren Wandbild ist Leo als Kind im roten Trikot von Grandoli zu sehen. Auf der Olympischen Promenade gibt es einen Stern mit seinem Namen und ein Denkmal für die Weltmeister.

Am Paraná begann auch die andere große Geschichte. Antonela Roccuzzo lernte er als Kind über seinen Freund Lucas Scaglia kennen, ihren Cousin. Die Beziehung überstand den Umzug nach Barcelona, geheiratet wurde am 30. Juni 2017 in Rosario, im Saal City Center, vor Familie, Kindheitsfreunden und vielen Fußballern.

„Wenn man mich fragt, wo ich sein will, werde ich immer Rosario sagen“, sagt Messi. Auf dem Balkan versteht man das ohne Übersetzung: Wie viele sind jung gegangen, haben anderswo Karriere gemacht und erzählen einem trotzdem von der Straße ihrer Kindheit, wenn man sie fragt? Rosario ist nicht nur ein Reiseziel. Es ist der Beweis, dass man sein Viertel nie verlässt, sondern es mitnimmt.