Von vier Müllwagen fährt nur einer: Skopje versinkt im Abfall, während Ersatzteile auf das „Verfahren“ warten
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23.04.2026
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12.04.2026
Es gibt eine Insel im Mittelmeer, wo die Verkehrsschilder französisch sind und die Luft italienisch riecht. Korsika - Napoleons Geburtsort - gleicht keiner Postkarte eines Frankreichurlaubs. Es ist eine Insel der unmöglichen Straßen, versteckten Buchten und Berge, die direkt ins Meer stürzen, und genau deshalb lohnt es sich, sie mit dem Auto zu durchqueren, statt sie zu überfliegen.
Die Reise beginnt meist in Bastia, mit seinem alten Hafen, umgeben von verwitterten Fassaden und Fischerstädtchen-Charme. Von dort öffnet sich im Norden Cap Corse - eine dramatische Halbinsel mit schroffen Felsen, klaren Buchten und Wachtürmen, die jahrhundertelang auf Angreifer vom Meer warteten. Am Weg reihen sich Saint-Florent mit seinem mittelalterlichen Kern aus dem 15. Jahrhundert und L'Île-Rousse, ein kleiner Hafen mit Markt unter römischen Kolonnaden, ideal für lokale Erzeugnisse.
Das Innere der Insel ist eine andere Geschichte. Im Dorf Pigna fertigen Handwerker noch traditionelle Instrumente und Keramik - hier sprachen wir mit einem Meister, der die „Cetera“ baut, ein altes korsisches Instrument, und mit einem Töpfer, der sagt, Pigna sei langsam zum „Kunstlabor“ der Insel geworden. Weiter, in Lévie, fertigt eine Messerschmiede mit 40-jähriger Tradition Messer nach einem Verfahren, bei dem Ziegenhorn 24 Stunden in Olivenöl liegt, bevor es zum Griff wird.
Doch das Kronjuwel des Südens heißt Bonifacio. Ein befestigtes Städtchen, gegründet im Jahr 828, geklammert an weiße Felsen 70 Meter über dem Meer, mit Mauern, von denen aus sogar das ferne Sardinien sichtbar ist. Die Wellen schlagen gegen die uralten Wälle, und die Pfade entlang des Felsens bieten Ausblicke, die man sich merkt. In der Nähe ist die Bucht von Santa Giulia ein perfekter Vorgeschmack auf die exklusive Atmosphäre von Porto-Vecchio.
Die letzte Etappe der Straße offenbart die wilde Seele der Insel - grüne Täler, versteckte Wasserfälle, Buchen- und Pinienwälder, in Nebel gehüllte Dörfer. Das Restonica-Tal, mit einer Straße, die sich an den Fels über einem mächtigen Fluss klammert, ist ein Finale, wie es eine Reise selten bietet. Korsika ist kein Ziel für jene, die alles geglättet und vorhersehbar wollen; es ist für jene, die verstehen, dass die schönsten Orte selten die am leichtesten erreichbaren sind. Und auf dem Balkan wissen wir das gut.
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