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Milan zielt nach dem Iraola-Misserfolg auf Glasner - ein Conference-Sieger als möglicher Retter im San Siro

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Milan zielt nach dem Iraola-Misserfolg auf Glasner - ein Conference-Sieger als möglicher Retter im San Siro

Milan hat endlich einen Plan B, und der trägt eine Londoner Adresse. Nach dem Misserfolg, Andoni Iraola von Bournemouth zu locken, wird der italienische Gigant nächste Woche mit Oliver Glasner, dem Manager von Crystal Palace, sprechen, wie Gazzetta dello Sport berichtet. Glasner hat gerade die Conference League gewonnen, was ihn zum einzigen echten Saisontrophäe für Palace macht - und nun sieht Milan in ihm den „Retter" nach einem enttäuschenden Jahr.

Der siebenfache Europameister kommt aus einer Saison, die hervorragend begann und dann verpuffte. Milan hatte in der ersten Hälfte eine ungeschlagene Serie, der Januar machte alles zunichte. Leão und Pulišić fanden keine gemeinsame Sprache, Santiago Giménez blieb ohne Tor und mit Verletzungen, und dann holte der Klub auch noch Niclas Füllkrug aus West Ham - ein Schritt, der sofort wie eine teure Umstellung ohne Konzept aussah.

Das Ergebnis: weder Champions League in der nächsten Saison noch Allegri auf der Bank. Nachdem er die europäischen Wettbewerbe verpasst hatte, entließ die Führung Massimiliano Allegri, Sportdirektor Igli Tare, Geschäftsführer Giorgio Furlani und Technikdirektor Geoffrey Moncada. Eine beispiellose Säuberung am Ende einer Saison, selbst nach Milans Maßstäben.

Glasner bringt etwas, das in den letzten Jahren fehlte - Mut. Hochpressender Fußball, schnelle Umschaltspiele, eine klare Angriffsstruktur. Nach Allegris passivem Modell wäre das das direkte Gegenteil. Die Frage ist, ob Milan ihm das Mandat ohne Kompromisse gibt oder ihn schon nach den ersten fünf Spielen unters Mikroskop legt.

Hinter den Kulissen könnte noch eine weitere zentrale Figur auftauchen - Ralf Rangnick, der bereits mit dem Klub über eine Nicht-Manager-Rolle spricht. Der Deutsche ist der Mann, der Glasner auf die große Bühne brachte; treten beide in Milan an, kippt das gesamte Sportprojekt in Richtung mitteleuropäisches Modell. Für balkanische Fans, die den italienischen Fußball verfolgen, ist das die größte strukturelle Veränderung im San Siro im letzten Jahrzehnt. Und die riskanteste.