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Kokain unter einem Teddybären in Brest bei Skopje: „größere Menge” ist alles, was wir erfahren haben

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Kokain unter einem Teddybären in Brest bei Skopje: „größere Menge” ist alles, was wir erfahren haben

Ein Teddybär, ein Babysitz, Kokain. Die Kombination klingt nach Drehbuch, ist aber ein Polizeiprotokoll aus dem Dorf Brest bei Skopje. Dort stürmten Beamte gestern ein Haus samt Nebengebäuden und kamen mit einer größeren Menge Kokain heraus.

Festgenommen wurde S.B., 23 Jahre alt. Er wurde ins Polizeirevier Gazi Baba gebracht, die Anzeige folgt nach Artikel 215 des Strafgesetzbuchs - unerlaubte Herstellung und Inverkehrbringen von Betäubungsmitteln. Die Aktion führten Beamte der Einheit für illegalen Handel durch, unterstützt von der Bereitschaftspolizei der Skopjer Innenbehörde.

Kokain ist keine Droge der Straßenarmut. Es ist teuer, wird grammweise verkauft und setzt zahlungskräftige Kundschaft voraus. Taucht so etwas in einem Vorstadtdorf auf, lautet die Frage nicht nur, wer es versteckt hat. Sondern: an wen wurde verkauft, und wie lange lief das, bevor jemand reagierte?

Die amtliche Mitteilung nennt weder die genaue Menge noch, ob weitere Personen beteiligt sind. Die Formel „größere Menge” taucht seit Jahren in solchen Meldungen auf und bedeutet gar nichts - fünfzig Gramm können es sein, fünf Kilo auch. Erst die Zahl zeigt, ob ein Straßendealer erwischt wurde oder ein Teil eines Netzwerks.

Ein 23-Jähriger, eine Anzeige. Bis hierhin die Geschichte, die wir dutzendfach gesehen haben. Der Unterschied zwischen erfolgreichem Zugriff und echter Ermittlung zeigt sich in einigen Monaten - wenn, und falls, jemand fragt, was aus dem Fall wurde und wohin die Kette über S.B. hinaus führt.