Kokain unter einem Teddybären in Brest bei Skopje: „größere Menge” ist alles, was wir erfahren haben
27.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Fünfzehntausend Arbeitsplätze. Jeden Monat. Mit dieser Zahl beschrieb die Präsidentin des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Tanja Gönner, die aktuelle Lage der deutschen Industrie.
Die Gründe, die sie nennt, sind geopolitisch: die amerikanische Zollpolitik und die wachsende Industriemacht Chinas, die zusätzlichen Druck auf deutsche Unternehmen erzeugt. Der Verband, den sie führt, vereint rund 100.000 Unternehmen mit mehr als acht Millionen Beschäftigten. Ihre Einschätzung ist also nicht die Stimme einer Branche, sondern nahezu der gesamten deutschen Industriebasis.
Gönner sieht Spielraum für eine Erholung, wenn Deutschland rechtzeitig handelt, und den Schlüssel dazu in Investitionen in moderne Technologien, besonders in künstliche Intelligenz. Das ist die Standardformel von Industrieverbänden überall: Sind die Zahlen schlecht, lautet die Lösung immer Investition in die Zukunft.
Das Problem an dieser Formel: Ein Arbeitsplatz, der diesen Monat verschwunden ist, kommt nicht zurück, weil irgendein Unternehmen nächstes Jahr einen Algorithmus kauft. Künstliche Intelligenz in der Produktion bedeutet vor allem weniger Menschen am Band, nicht mehr. Wenn das die Antwort auf 15.000 verlorene Stellen monatlich ist, dann zeigen Antwort und Problem in dieselbe Richtung.
Für den Balkan ist das keine ferne Nachricht von einem anderen Kontinent. Deutschland ist seit Jahrzehnten Endstation für Arbeitskräfte aus dieser Region und Hauptmarkt für Teile aus mazedonischen und serbischen Zulieferwerken der Autoindustrie. Verliert die deutsche Industrie 15.000 Stellen im Monat, erscheint das nirgends als Meldung aus Štip oder Kumanovo - aber die Aufträge an die Zulieferer schrumpfen als Erstes.
Liest hier jemand die deutsche Statistik als heimische? Zumindest jene, die neue Industriezonen planen, sollten es tun.
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