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Spanien Weltmeister, Messi im Schatten: Modrić und Vardar tragen die Balkan-Fahne

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Spanien Weltmeister, Messi im Schatten: Modrić und Vardar tragen die Balkan-Fahne

Spanien holte den WM-Titel, und Messi ging leise

Das Finale in New Jersey war kein Spektakel - es war Erstickung. Spanien schlug Argentinien 1:0 und wurde zum zweiten Mal Weltmeister, durch ein Tor von Ferran Torres in der Verlängerung. Acht Spiele, nur ein Gegentor - Spaniens Abwehr war eine Mauer, die beim Turnier niemand einreißen konnte. Und die Geschichte, auf die alle warteten, blieb aus: Messi wurde die vollen 90 Minuten kaltgestellt und verließ das Turnier genau so, wie er es am wenigsten wollte, im Schatten. Wer gehofft hatte, das große Finale seiner Geschichte würde die Debatte um den Besten aller Zeiten entscheiden - die Debatte bleibt offen, nur jetzt mit anderem Fazit. Argentinien beendete das Finale erneut mit einem Platzverweis, diesmal Enzo Fernández, der dritte Spieler ihrer Geschichte, der in einem WM-Finale vom Platz flog. Disziplin, die Trophäen kostet.

FIFA eröffnet Verfahren gegen Argentinien nach Chaos auf dem Platz

Als der Schlusspfiff ertönte, statt Handschlägen - eine Schlägerei. Die FIFA hat ein Disziplinarverfahren wegen der Szenen eröffnet, die Spaniens Feier verdunkelten. Im Zentrum der Ermittlungen steht Leandro Paredes, der nach dem bereits gepfiffenen Ende die Rote Karte für Tätlichkeit sah, während auch Nahuel Molina und Co-Trainer Roberto Ayala unter Beobachtung stehen. Die FIFA wird auch das Verhalten der argentinischen Mannschaft bei der Pokalübergabe prüfen - mehrere Spieler drehten dem Anlass angeblich den Rücken zu, während Spanien den Pokal hochstemmte. Für ein Team, das schon zuvor wegen eines politischen Transparents nach dem Halbfinale gegen England verwarnt wurde, ist das der zweite Schlag in derselben Woche. Der Sieg bleibt bei Spanien, doch die Geschichte danach sagt mehr über den Verlierer als über den Sieger.

Belgien entlässt Rudi García nach der Enttäuschung

Die „Roten Teufel“ kamen mit einem Kader in die USA, der weit kommen sollte, und endeten im Viertelfinale - und jemand musste dafür bezahlen. Rudi García wird nicht Belgiens Trainer bleiben, bestätigte der belgische Verband. Sein Vertrag lief ohnehin Ende Juli aus, doch die Art der Verabschiedung spricht für sich. Belgien begann blass, mit Remis gegen Ägypten und Iran, rettete sich mit einer dramatischen Wende gegen Senegal aus zwei Toren Rückstand in der 86. Minute, und fiel dann gegen die künftigen Weltmeister Spanien mit 2:1. Die meiste Kritik kassierte García für die Entscheidung, den verletzten Thibaut Courtois ausgerechnet gegen Spanien auszuwechseln - der Torwart deutete an, weitermachen zu können, doch der Trainer wollte keine Spieler, die nicht hundertprozentig fit sind. Am Ende waren weder die Spieler fit, noch kam das Ergebnis.

Modrić bleibt in Mailand - mit 40 macht er noch immer den Unterschied

Während die Welt über das Ende von Messi sprach, führte ein anderer Balkan-Veteran seine Geschichte leise fort. Luka Modrić wird auch nächste Saison das rot-schwarze Trikot tragen - der kroatische Mittelfeldspieler hat sich mit Mailand auf eine Verlängerung bis zum 30. Juni 2027 geeinigt, es fehlen nur noch die letzten Details vor der Unterschrift. Er kam zum „San Siro“ in einem Alter, in dem die meisten längst im Ruhestand sind, und spielte in seiner ersten Saison 34 Partien, erzielte zwei Tore und lieferte drei Vorlagen. Seine Bedeutung war am deutlichsten, wenn er fehlte: solange er auf dem Platz stand, war Mailand im Rennen um die Champions League, doch nach seiner Verletzung fiel das Team aus der Elite-Zone. Der Balkan kann Fußballer hervorbringen, die nicht zu altern verstehen - Modrić ist der lebende Beweis.

Vardar empfängt Riga - eine Nachprüfung für den Meister Makedoniens

Während die Großen die Trophäen aufteilen, spielt man bei uns um etwas Bescheideneres, aber nicht weniger Wichtiges. Vardar empfängt morgen, an seinem 79. Geburtstag, das lettische Riga in Skopje, im ersten Duell der zweiten Qualifikationsrunde der Conference League (Anpfiff um 20 Uhr). Für Trainer Kristijan Fabiani ist das eine Nachprüfung nach dem Ausscheiden aus der Champions League, doch er muss auf den erfahrenen Innenverteidiger Darko Velkovski verzichten, der sich im Duell mit dem finnischen KuPS verletzte und unter einem Sonderregime steht. Auch der Argentinier Torres ist verletzt, während Mislav Matić mit einem Bruch und einer speziellen Bandage spielt. Auch der Gegner ist nicht in Bestform - auch Riga schied in der Champions-League-Qualifikation aus, ausgerechnet gegen Armeniens Ararat. Also: zwei angeschlagene Teams, ein Einsatz - wer wäscht in Europa seine Ehre rein.